Sommerkleider

Auf dem Blog passiert gerade nicht so viel, aber dafür sitze ich ganz viel an der Nähmaschine und kann jetzt direkt ein paar Kleider zeigen, die ich in den letzten Wochen genäht habe.

Zunächst habe ich mich vor zwei Wochen mit der lieben Dodo getroffen und einen einfachen Sommerrock genäht (Schnittmuster Simplicity 2224, allerdings habe ich den Schnitt aus der Zeitschrift “Meine Nähmode”). Ich wollte etwas Schnelles, Bequemes und die Taschen lachten mich ebenfalls an. Um den Muckeligkeitsgrad zu erhöhen, habe ich noch ein alten Bettbezug genutzt, den ich mal ersteigert habe.

 

Foto 5Nun ist es so. Man kann den Rock tragen, auf dem Balkon, zum Brötchen holen und am Strand. Das war’s dann aber definitiv, echt. Noch einmal fiel mir auf, dass ein Gummizug zwar herrlich einfach ist, aber gegenüber einem Reißverschluss auch deutliche Nachteile hat.

Aber (ha! Dieser Übergang, da wirste bekloppt!) auch Reißverschhlüsse haben ihre Tücken. Das durfte ich erfahren als ich bei der Hochzeit einer Freundin in ihrem Elternhaus kurz vor der kirchlichen Trauung mein neues Butterick 5707 anziehen wollte. Leider fehlte das Endteil, so dass der Schieber schon auf einer Seite frei schwebte. Mit zitternden und schwitzigen Händen versuchten die Braut, ihre Trauzeugin und ich, das Ding zu reparieren und mussten irgendwann aufgeben. Natürlich hatte ich kein anderes Kleid dabei. Die Trauzeugin verpackte mich mit ca. 15 Sicherheitsnadeln und wir feierten ein wunderbares Fest. Das Kleid mag ich trotzdem, aber ich zeig es Euch dann irgendwann, wenn ich einen neuen Reißverschluss eingenäht habe. Hier aber schon mal ein Hinweis…

 

FotoReißverschluss: auch nicht so einfach.

Dodo gab mir bei unserem Kränzchen auch noch eines ihrer wunderbaren Kleider zur Anprobe und im Anschluss daran ihr zusammengesetztes Schnittmuster, das aus einem Burda-Oberteil (Modell 125 aus 5/2011) und einem Vogue-Rock (V8469) besteht. Das Ensemble ist wunderbar schnell zu nähen und deswegen habe ich mittlerweile schon drei Versionen davon genäht:

 

Foto 1

Das Oberteil besteht aus sieben Teilen und sitzt danke der Prinzessnähte sehr gut. Der Rock wird eingekräuselt und hat eine angenehme Weite, ohne zu viel Stoff zu verbrauchen. Wie eine Irre versuchte ich, die Kräuselungen mit den Nähten am Oberteil übereinander zu bringen und ärgerte mich abwechselnd über mich selbst und  über den Schnitthersteller, bis mir auffiel, dass die Schnittteile ja nun gar nicht zusammengehören. Hust.

 

Foto 2Der Stoff ist aus Berlin und von Wiebke für mich erbeutet.

Eine weitere Version ist aus einem lange gehüteten Stoff und Stil-Schätzchen entstanden.

Foto 3Der Stoff ist sehr dünn und ein bisschen durchsichtig, aber schön luftig.

Foto 4

Dann wollte ich schon lange einen Stoff vernähen, von dem ich aber vier Meter hatte, also habe ich das Burda-Oberteil noch mit meinem Standard-Tellerrock (V1102) kombiniert. Und ich liiiiieeebe dieses Kleid! Irgendwann zeige ich auch noch ein Tragephoto.

Foto 1

Und noch eine Nahaufnahme vom Stoff, auch vom Maybachufer.

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Die letzten Tage habe ich hier die wunderbaren Sommertage und die Breminale genossen. Heute sind wir nach Hamburg gefahren und waren frühstücken und in einer Ausstellung in den Deichtorhallen. Beste Zeit, ich finde die Sommerzeit einfach großartig und habe das nächste Kleid bereits in Planung (B5846). A plus!

Dirndl Sew-Along: Inspiration

Der Dirndl Sew-Along von Julia auf dem MMM-Blog ist mein Sommer-Geschenk an mich selbst, denn natürlich sind die Möglichkeiten, ein Dirndl zu tragen,für jemanden, der sich hauptsächlich in Nord- und Westdeutschland aufhält, eher begrenzt. Trotzdem: erster Reflex – da mach ich mit! Also gut, mal sehen, wie das klappt. Sowohl den Untendrunter als auch den Badenixen Sew-Along hab ich gesprengt, die Vorzeichen stehen also eher Vorsicht bezüglich des Projekt-Erfolges.

Als ich in den letzten Tagen über ein mögliches Dirndl nachdachte, war folgendes für mich klar: Ein echt richtiges mit Mieder und Bluse, das würde ich eh nicht anziehen. Statt dessen wünsche ich mir ein einteiliges Alltagskleid aus Trachten-Stoff, das ich mit einer Schürze dirndlesk verwandeln kann. Ich weiß, das ist so eine Art Gotteslästerung. Ich hoffe, ich kann trotzdem teilnehmen?

Für das Kleid hätte ich gerne einen schwarzen Jacquard, gestehe aber, dass mir bei der kurzen Recherche klar wurde, dass das finanziell vielleicht ein wenig arg wird. Gut. Dann denke ich noch mal nach.

 

JacquardQuelle

Dirndl-Baumwollstoffe mit Streublümchen (z.B. hier) finde ich auch nett, allerdings würde ich auch da zu schwarz tendieren. Die Schürze darf dann ruhig etwas auffälliger sein, mit bunten Stickereien, Applikationen oder Bändern (500 days of sewing hatte ähnliche Ideen sehe ich gerade). Für Stick-Inspirationen habe ich ein Pinterest-Board geöffnet, das hauptsächlich viel zu aufwändige mexikanische Stickereien beinhaltet. Mmh. Ich denke da noch mal drüber nach. Notfalls kaufe ich einen Stoff und nähe daraus die Schürze. Den hier unten finde ich ganz bezaubernd, aber doch ein wenig teuer.

dirndl_blumenQuelle

Vielleicht lässt sich auch eine Stickerei aus einer Tischdecke applizieren? Ich muss mal schauen, ob und wie so etwas funktionieren kann.

Blumen_TischdeckeQuelle

Ich schau mir jetzt mal die anderen Beiträge an, vielleicht wird es dann ja doch etwas ganz anderes. Ich danke Julia für die Idee und Organisation!

Me Made Mittwoch am 9. Juli 2014

Während andere langsam in Vor-Ferien-Stimmung kommen, renne ich mit Hektikflecken durch die letzten Wochen des Semesters in ängstlicher Erwartung der möglichen Schwierigkeiten in der Klausurenphase (z.B. dass in der Klausur alle Formeln durchgestrichen sind: letztes Semester oder gar noch viel schlimmeres, dass ich hier gar nicht schreiben darf: vorletztes Semester). Deswegen gibt es auch keinen Urlaubs-Post, sondern ich zeige ein neues Kleid, das mir diese Stunden versüßt.

Nachdem ich bei Sy Bille eine ganz wunderschöne kragenlose Version des Butterick 6018 gesehen hatte, habe ich mir auch eins gemacht, aus einem Stoff und Stil-Baumwollleinen aus dem Vorrat.

 

DSC02411Man könnte meinen, ich nähe meine Kleider so, dass ich meine roten Clogs dazu tragen kann. Ich widerspreche nicht.

DSC02409Statt der vorgesehenen habe ich meine Lieblingsärmel eingesetzt (von einem Knip-Schnitt). Leicht gekräuselt passen sie gut zum Krägelchen, finde ich.

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Mittlerweile trage ich meine Butterick-Versionen alle ohne Petticoat. Das ist eine angenehme Abwechslung, insbesondere wenn es heiß ist. Okay, ist es selten, aber theoretisch könnte es ja mal passieren.

DSC02412Und hier der Beweis: Das pinke Pony ist noch da.

Ich freu mich auf Eure Postings mit und ohne Urlaubsbezug, die Cat auf dem MMM-Blog in blau anführen wird. Und in ein paar Wochen mach ich dann ein Extra-Posting mit meinen Urlaubs-Sachen!

 

It’s just another…

… manic Monday, oooooaaaah
I wish it was Sunday!

Nach einem bezaubernden Familien-Wochenende und einer verf**** Drecks-Bahnfahrt starte ich diese vorletzte Semesterwoche mit Müdigkeit und Entnervung. Jedes Semster. Immer das Gleiche. Nächste Woche kombiniert sich die Klausurenphase mit kollegialen Schwierigkeiten und ich überlege, mir einen Stinkefinger ins Dekolleté tätowieren zu lassen. Um das nächste Zugfahr-Hochzeitsfeier-Juchu-Freizeitstress-Wochenende zu entzerren und meine Wohnung noch mal zu putzen, wollte ich eigentlich Freitag und Montag Urlaub nehmen. Nacheinander wurde dann klar, dass ich an beiden Tagen in der Pampa sein muss, und ich ersticke meinen Frust in Schokolade. Oah. Ich lern das noch alles, irgendwann.

Wegen einer besorgten Nachfrage: Dem pinken Pony geht es sehr gut, es wohnt immer noch in seiner Ecke.  Heute früh machte ich die Photos für den letzten MMM vor der Sommerpause und da ist es wieder drauf. Es wiehert fröhlich zum Gruße!

Morgen halte ich einen wichtigen Vortrag und vor lauter Hektik komme ich kaum vorwärts. Springe von A nach B. Und schreibe Blogbeiträge. Na, prima.

Auch wenn ich bei den letzten Sew-Alongs großartig verkackt habe, möchte ich beim Dirndl-Nähen von Julia mitmachen. Und außerdem werde ich auch noch meinen Badeanzug für Lottis Badenixenclub nähen, immerhin sind schon die Schnittteile aneinander geklebt. Und der Werdersee winkt! Ich plansche doch so gerne!

Letztens veröffentlichte die wunderbare Fee ein Buch und kaufte sich zur Belohnung eine dieser 1a amerikanischen Küchenmaschinen. Als ich mein Buch letztes Jahr veröffentlichte, weinte ich ein wenig. Vor Erschöpfung und ob der Tatsache, dass ich 3000 Euro dafür zahlen musste. Jetzt ist aber Geld von der VG Wort gekommen und ich finde, es ist eine Belohnung fällig. Vorschläge bitte in den Kommentaren. Danke.

Ich erwähnte das Wochenende bereits, zu dem die gesamte Familie (to be precise: erweiterte Kernfamilie) anreiste und die Gegend um den Drachenfels unsicher machte. Meine neuen roten Clogs waren die perfekten Begleiter <3

Foto 1Zahnradbahnfahren.

Foto 2

Trotz bewölktem Himmel hatten wir eine tolle Aussicht und konnten sogar den Kölner Dom sehen.

Sneak Peek: neues Kleid.

Foto

Auf der Rückfahrt dann ein längerer Aufenthalt in Köln dank verspätetem Zug. Während ich am Hauptbahnhof stehe, wundere ich mich ein wenig über die doch sehr bunte Vielfalt der Kleidung, verbuche es aber unter einem halb geseufzten “oah, Köln…” und merke erst deutlich später, dass ja CSD war. Bei den pinken Elefanten mit Glitzer-BHs hätte ich möglicherweise stutzig werden können, aber hey…

Me Made Mittwoch am 2. Juli 2014

DSC02404Das heutige Kleid teilt ein ganz ähnliches Schicksal wie mein Badeanzug- und Unterwäschestoff. Es sollte im Rahmen eines Sew Alongs entstehen – dem Himmelfahrtskommando von Steffi und Alex – und ward dann lange nicht gesehen. Irgendwie führen diese Termine relativ konsequent dazu, dass ich etwas anderes nähe als das eigentlich so dringlich benötigte Lemming-Stück.

Gerade ärgere ich mich ehrlich gesagt ziemlich, dass ich den Bombshell, den ich für Lottis tollen Badenixen Sew Along geplant habe, noch nicht genäht habe, ich könnte ihn am Wochenende prima gebrauchen. Aber vielleicht schaffe ich es ja, wenn ich Donnerstag und Freitag Abend daran nähe? Mmh? Was sagen die anderen?

Irgendwann im September 2013 beendete ich das Kleid und kündigte direkt an, dass es kein Lieblingsstück geworden ist. Das hat sich auch nicht geändert, aber es ist ein okayes Alltagskleid geworden:

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Wiebke zeigt heute im MMM-Blog ein total schönes Kleid aus einem wunderbaren Stoff. Leider ausverkauft sagen meine äußerst zuverlässigen Quellen. Mist.

Me Made Mittwoch am 25. Juni 2014

Vor einiger Zeit schenkte ich meiner Freundin S. eine Portrait Blouse aus Gertie Hirschs Buch. Leider war sie sowohl dem Geburtstagskind als auch mir zu eng (bei einer Anprobe knapp zwei Stunden vor dem Geburtstagskaffee hatte ich mich so in dem Ding verkeilt, dass ich kurz dachte, ich käme nur mit einer ausgekugelten Schulter wieder raus…).

 

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Um mich langsam an die richtige Größe heranzutasten – sowohl für mich als auch für die größere und schlankere Freundin (ähäm. Frechheit!) – machte ich eine Version aus einer elastischen Baumwolle, die ich mal vom Maybachufer mitgebracht habe. Und wie schön, diese Portrait Blouse passt uns beiden! Zusammen mit meinem Lieblings-Tellerrock ist die Bluse, die jetzt eher ein Shirt geworden ist, ein praktisches Alltags-Outfit. Und wenn man lange, lange braucht, um den defekten Reißverschluss im Rock auszutauschen, fühlt es sich fast an, als hätte man auf einmal ein neues Kleidungsstück.

DSC02395Ein Photo mit ganzem Kopf war irgendwie nicht drin, aber dafür sind meine neuen Clogs angekommen. Und ich liebe sie gar sehr. Und sie passen auch zu Meikes Tellerrock, den sie heute auf dem Me Made Mittwoch-Blog präsentiert. Ob da was geht?

Me Made Mittwoch am 18. Juni 2014

Gestern Abend ging es mir auf einmal gar nicht gut und ich entschied, nicht am heutigen Me Made Mittwoch teilzunehmen. Nach einer Nacht mit häufigen Badezimmerbesuchen (yay!) geht es mir jetzt deutlich besser, weil keine Übelkeit mehr, aber ich bin schlappi galore und deswegen nicht in der niedersächsischen Weite, sondern im Bett. Und da ich eine kurze Schlafpause machen, kann ich ja auch noch meine bereits am Montag geschossenen Bilder posten.

Ich habe ja bereits vom Hortensienhütchen berichtet und es passt in eine derzeitige Farbkombinationsvorliebe, ich nenne es mal das Vergissmeinicht-/Hortensien-Spektrum, also blau-lila-flieder. Ich hab da zum Beispiel  seit Wochen einen blauen Stoff für einen Sommermantel nach Gertie liegen (aber das Schnittmuster noch nicht kopiert, ich bin da wie Melleni), den ich mit Schrägband und Knöpfen in hellem lila kombinieren will.

Dazu passte ebenfalls eine hellblaue, stretchige Baumwollen mit Struktur, die ich auf unserem Crew-Ausflug in Franken kaufte und am Sonntag mit einer kragenfreien Variante des McCall’s 6833 zusammenbrachte. Da ich mich vor der Kombination aus Stretch, Kellerfalten und meinem Körperbau ein wenig fürchtete, habe ich den Rockteil durch meinen Standardtellerrock ersetzt, der wiederum eigentlich vom Vogue-Kleid V1102 stammt. Die Ärmel haben im Original ebenfalls eine Falte, die ersetzte ich durch meine liebsten kurzen Ärmel (siehe hier, Knip Mai 2012). Um das präferierte Farbspektrum dann auch aufzugreifen, habe ich den Saum und die Ärmel mit fliederfarbenem Schrägband versäubert.

Foto 3Sorry, nur Handyphotos, ich brauche dringend einen neuen Akku für meine Kamera.

Foto 4

Foto 1Und noch ein work in progress-Bild, dafür aber mit Hütchen.

Ich mach mir jetzt mal einen Tee und döse eine Runde, bevor ich mir dann die anderen schönen Selbermacherinnen ansehe, die sich heute unter Mellenis wunderbaren Photos versammeln.

Ich protestiere gegen Montage!

Foto 2

Hier meine heutigen Gründe:

  • mein Körper hat sich über’s Wochenende 1a an andere Aufstehzeiten gewöhnt
  • die Büromilch ist leer
  • andere Leute verbaseln ihre Termine und ich muss die schlechte Nachricht überbringen
  • ich hab mich gestern in einen Nähflow geschmissen und möchte das jetzt ausleben (neues Kleid und ein weiteres zugeschnitten und 43 neue Ideen)
  • ich hab Kopfschmerzen
  • auf dem Schreibtisch liegen fünf ungelesene Abschlussarbeiten
  • ich hab meine Lieblingsstifte zu Hause vergessen (so kann ich nicht korrigieren…)
  • es ist grau und kalt
  • ich dachte, in der Poststation würden die bestellten Clogs auf mich warten, aber das Statistikbuch hab ich viel eher bestellt und bestimmt ist es das
  • die Wohnung ist aufgeräumt und sauber und ich bin in meinem unordentlichen Büro

Wie man sieht – ich bin insgesamt eher unwillig, die neue Arbeitswoche zu starten, weil das Wochenende so schön war. Das ist ja irgendwie auch ein gutes Zeichen. Ich geh jetzt zum Bäcker und kauf mir ne gemischte Tüte (<3) – noch jemand?

Foto 4neues Kleid! Hoffenlich schaff ich es, für den Me Made Mittwoch Photos zu machen.

 

 

Foto 1Kaffee im Bett. Das mag ich.

Me Made Mittwoch am 11. Juni 2014

Das Wetter erlaubt endlich wieder das Tragen meiner liebsten Sommerkleider (von denen ich dringend mehr brauche, ich merkte es an diesem Wochenende sehr dringlich). Diese liebsten Sommerkleider sind aus alter Bettwäsche (Flohmarkt), sind unfassbar bequem, gut zu nähen, gut zu bügeln, angenehm zu tragen und perfekt, wenn es so heiß ist, dass man schwitzt. Eines davon zeige ich heute beim MMM.

Den Schnitt habe ich zum ersten Mal im Mai 2012 genäht, danach viele weitere Male in leicht unterschiedlichen Variationen. Das heute gezeigte Kleid ist im August 2012 entstanden und seitdem treuer Begleiter an heißen Tagen.

 

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DSC02386 Der Saum, die Ausschnittkante und der Ärmelabschluss mit Schrägband, das geht ganz schnell.

DSC02390Der Unterrock ist ebenfalls selbstgemacht und auch eine Art von Upcycling, denn die Spitze war mal eine Ikea-Gardine.

DSC02392Am Wochenende konnte ich noch ein wunderbares neues Hütchen tragen, deswegen greife ich auf Blütenspangen oder diesen Haarreifen zurück, wenn es nicht zu auffällig sein soll.

Heute zeigt uns Julia auf dem MeMadeMittwoch-Blog ihr wunderschönes selbstgemachtes Outfit! Und kündigt was Tolles an!

Sonne, yay!

Freitag ist ein echter Lieblingstag, denn da ist nicht bald Wochenende, sondern auch Home Office-Tag, was bedeutet, dass ich 3,5 Stunden geschenkt bekomme. Ich erwähnte es bereits – ich hab das Pendeln und die Anstrengungen, die es bedeutet, unterschätzt. Nicht nur dass meine Arbeitstage im Schnitt elendig lang sind; daneben verbringe ich wertvolle Stunden in Zügen oder auf Autobahnen also known as an zugigen Bahnsteigen (Fehler im Stellwerk! Technische Störung! Entgegenkommender Zugverkehr!) oder in Staus. Meine Feierabend sind da oft bescheiden und gehen so: ankommen, Entscheidung, ob sich essen jetzt noch lohnt, nachgucken, ob der Kühlschrank was Schnelles hergibt, rumeiern, ein bisschen aufräumen, noch mehr rumeiern, nächsten Tag vorbereiten, Bett. Kennt ihr schon, hab ich schon oft erzählt? Recht habt ihr. Aber manchmal trifft die Erkenntnis, was das jetzt eigentlich so bedeutet, etwas später ein. Und bei mir tröpfelt es immer noch. Und wenn dann noch ein Wochenende mit langen Fahrten und zahlreichen Zugstörungen hinzukommt, dann find ich das alles doof. Motz, motz. Gut, dass ich das nächste Wochenende zu Hause verbringe, dann geht es schon wieder etwas besser.

Am Wochenende war ich hochzeiten und es war ein tolles Fest! Das frisch verheiratete Paar war glücklich, lachte und ließ sich feiern, es gab einen Burger-Wagen, Hochzeitstorte, offenes Feuer und getanzt wurde auch noch. Ein rundum wunderbarer Abend, den ich sehr, sehr genossen habe. Trotzdem kann ich mit dem Heirats-Gedönse wenig anfangen, das ist einfach nicht meins.

In der niedersächsischen Weite sind Pfingstferien und keiner ist da, bis auf die eine Kollegin, die, naja, also, Ihr wisst schon. Die quatscht im Sekretariat, das kann sie prima. Deswegen muss ich Blogposts schreiben, zum Ausgleich. In meinem Kopf macht das Sinn, in Eurem?

Zur Hochzeit trug ich eine smaragdgrüne Version des Butterick 6018, das ich Euch noch zeigen werde. Es ist meine Lieblingsvariante geworden. Dazu gab Knöpfe vom Nähkontor und ein neues Hütchen von Carolina:

 Foto 11Die mintfarbenen sind es geworden.

Foto 10Das Hütchen nach Fertigstellung im Atelier von Jazzaffine und…

Foto 9zackizack auf meinem Kopf. Ich habe die Gestaltung mit Carolina abgesprochen und jetzt passt es auch zum nächsten Hochzeitsgastkleid, das ich zwar noch nicht genäht habe, für das aber gelber Stoff bereit liegt.

Mein heutiger Lieblingswunsch geht so: Ich wünsche mir eine Bachelor-Arbeit, in der sich keine Nebensätze befinden, die als Hauptsatz ausgegeben werden. Und außerdem hätte ich bitte gerne einen Eiswagen vor meiner Tür. Das pinke Pony, das ich mir nahezu reflexhaft wünsche, habe ich ja schon.

Ich habe Stoff für den Badenixen Sew Along bestellt, uni, mittelblau. Ich bin gespannt! Und ich freu mich auf das noch zu planende Werdersee-Date mit Dodo. Danach gehe ich dann als Frischkäse mit pinker Färbung und tausend Mückenstichen.

In meine Tiefkühlfach zu Hause habe ich am Freitag fünf Eissorten gezählt, das hat mich sehr entzückt. Allerdings wollte ich um 8 Uhr doch lieber frühstücken, so mit Brot und so. Aber man kann ja nicht alles haben, in diesem Moment wünsche ich mir nämlich schon wieder eher Eiscrème denn Brot.

Am Wochenende war ich nicht nur hochzeiten, sondern auch noch bei meiner Familie (was zu den mehr als zwei Stunden Verspätung, die ich am Freitag aus Bremen mitbrachte, auch noch einen ersatzlos gestrichenen Zug einbrachte. Danke, DB, Ihr habt’s raus!). Die gemeinsame Zeit nutzten wir unter anderem zum Mau-Mau-Spielen. Das hab ich schon ewig nicht mehr gemacht und es war sehr lustig, denn die eingeschliffenen familiären Verhaltensmuster überdauern die Zeit. Und ich sag mal so: wenn Ihr was gegen’s Pfuschen habt, solltet Ihr nicht gegen mich spielen.

Draußen scheint weiterhin die Sonne, ich sitze weiterhin im abgedunkelten Büro, beende jetzt meine Mittagspause und widme mich meiner eskalationsfördernden Korrektur. Drückt mir die Daumen für ein paar Hauptsätze!

 

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