WKSA 2014: das Finale!

Der Weihnachtskleid Sew-Along findet heute sein Ende und wir alle zeigen unsere schönen Stücke auf dem MMM-Blog. Dort findet Ihr auch meinen deutschen Original-Beitrag. Hier ist meine Beschreibung hingegen auf englisch.

Guten Morgen und herzlich willkommen zum letzten Teil des WKSA 2014!

Nun haben wir uns 6 (!) Wochen lang getroffen, gegenseitig inspiriert und beratschlagt… Es hat uns (Dodo und Juli) wirklich soo viel Spass gemacht mit so vielen Frauen gemeinsam ein Weihnachts-Outfit zu nähen.

Ihr seid so klasse! Und Glückwunsch zum Weihnachtskleid 2014! Und so sitzen wir beide zwar räumlich getrennt aber doch irgendwie gemeinsam und freuen uns über die wohl gekleideten Damen um uns herum.

Nun kommt zunächst einmal Dodos Teil:

An dieser Stelle möchte ich gern meiner “Vortanzpartnerin” Frau Kirsche danken, die, obwohl in Übersee, keine Hindernisse gescheut hat, gemeinsam diese Aktion zu wuppen!!! (Juli sagt dazu: So sehr gerne, es war mir ein Fest! <3 Und den erfolgreichen Abschluss feiern wir in ein paar Tagen, oder?)

Nicht vorenthalten möchte ich Euch dieses “künstlerisch wertvolle” Foto… Gleicher Abstand, gleiche Helligkeit wie beim ersten Foto…

Heute ist der spannende Tag, die fertigen Kleider zu zeigen und zu bewundern.

Und egal, ob es nun eine Weihnachtshose, ein Kleid, ein Rock oder eine Tunika ist: Wir haben für kurze Momente den Vorweihnachtsstress beiseite geschoben und etwas nur für uns selbst gemacht, das war Ziel der Mission.

Mein Kleid ist fertig, es passt! Und ja, Es ist so schön geworden 

Der Neuzuschnitt des Oberteils war ein Glücksgriff. Das Kleid hat jetzt auch trotz festem, undehnbaren Stoffes einen angenehm bequemen Sitz. Ich musste nix ändern :) Habe lediglich 1,5 cm in der Länge des Oberteils zugegeben.

O.k. Wenn ich super pingelig wäre, dann könnte ich an der rechten Schulter noch nachbessern. Oder das Oberteil im Rücken , um die Falten wegzukriegen. Aber ich strebe nicht die Nachfolge von Monsieur Dior an, deswegen kann das so bleiben.

Ups, warum sagt mir keiner,dass das Godet sich umgekrempelt hat?

Bei uns ist es an Weihnachten so, dass sich wirklich alle für den Heiligen Abend schick machen. Ganz zwanglos, wenn also eine/r beschließen würde, dass er keine Lust drauf hat – auch gut. Aber auch die Kinder mochten dieses Ritual schon als sie klein waren. Tochter im schönen Kleid, Sohn mit Hemd und Mini Fliege …

Also haben wir das beibehalten.

Mir wird aufgrund der vielen echten Kerzen am Christbaum und in diversen Leuchtern nicht kalt sein, sollte es Euch aber bei meinem Anblick frösteln, das Kleid kann auch so…

Ich fühle mich sehr wohl in meinem Kleid, bis auf eine Winzigkeit: Der Rock ist 50er jahremässig nach unten enger eingestellt. Das macht eine sehr schöne Silhouette, schränkt aber in der Bewegungsfreiheit etwas ein. Ich schätze mal, damals hechteten die Frauen nicht im Schnellschritt durchs Leben, und stiegen z.B. ins Taxi so ein.

Dame steigt aus der Limousine

Bildquelle : http://www.munictransfer.de/limousinenservice.php

Das ist jetzt leider ein Foto aus der heutigen Zeit – obwohl ich ein genaues Bild von diesem so elegant ins Auto steigen aus alten Filmen im Kopf hatte, konnte ich kein Original 50er Foto finden.

Den Schlitz hinten hab ich deshalb um einige cm verlängert: Geisha Schritt ist nicht so meins ;)

Nun kommt Frau Kirsches Teil:

Es ist so schön geworden? Ja. Es hat ein bisschen gedauert, aber jetzt bin auch ich vollauf zufrieden. Beim letzten Treffen berichtete ich von gar schröcklichen Mittelalter-Assoziationen, die mein Weihnachtsskleid mir bescherte. Als holde Maid wollte ich auf gar keinen Fall unter dem Weihnachtsbaum landen und Met mag ich auch nicht. Also gab es noch ein paar Änderungen: statt der goldenen Knöpfe, bezog ich welche mit Samt (und fluchte), die Taschen nähte ich doch auf die Brust und verzierte sie – ebenso wie Ärmel- und Rocksaum – mit einem Zierstich.

Das ist mit Abstand mein weihnachtlichstes Weihnachtskleid ever geworden. Und damit passt es perfekt in meine Amerika-Zeit. Und hier die Photos:

Ich habe mir aus Weihnachtsdeko noch eine Haarteil gebastelt. “Fancy schmancy” sagte die amerikanische Chefin als Kollegin B und ich nach der Campus-Photosession kichernd zurück kamen. (Thank you for these wonderful pictures, B! I’m one happy girl to have such a lovely and understanding co-worker and friend!)

Das Samtkleid ist sehr bequem und lässt auch ein ausgiebiges Weihnachtsmahl zu. Man kann es mit und ohne Petticoat tragen und ich kann mich nicht recht entscheiden, was mir besser gefällt. Diese Photos sind jedoch alle mit.

Das Photo-Wetter ist in NC eindeutig besser als im trüben Deutschland. Gefroren habe ich nämlich bei unserer Session auch nicht. Das Haus im Hintergrund steht übrigens auf dem Campus und beherbergt die Familienforschung.

Die haben eine Schaukelbank auf der Veranda! Schaukelbanken sind die beste Erfindung der Welt.

So, Ihr Lieben, das waren unsere Weihnachtskleider. Wir hatten sehr viel Spaß bei dieser Aktion und hoffen, dass Ihr glücklich und zufrieden mit Euren Ergebnissen seid. Wir wünschen Euch allen wunderschöne Weihnachten in Euren Weihnachtskleidern und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Den ersten gemeinsamen Termin im neuen Jahr,  den 7.1., nutzen wir, um unser Lieblingskleid 2014 zu zeigen. Auch das hat ja mittlerweile Tradition (hier und hier). Kommt aber in den nächsten Tagen ruhig noch mal vorbei, es wartet ja noch unser Dankeschön für die erfolgreiche Spendenaktion!

So, nun aber Spots on und Bühne frei für Eure wunderbaren Weihnachtskleider!

And the ugly christmas sweater goes toooo

Sekündchen. Eh hier irgendwas verkündet wird, kommt erst einmal eine Werbeunterbrechung. Das geht schließlich auch im Fernsehen so. Und bei der hiesigen College-Basketball-Mannschaft kommt es regelmäßig zu erzwungenen Time-Outs, weil in der Live-Berichterstattung per Fernseher auch der Konsum angekurbelt werden muss.

Also. Für was könnte ich Werbung machen? Ähm. Ah ja.

Man kann immer noch für die Ausbildung afghanischer Näherinnen spenden! Wir sind ganz knapp vor unserem (mehrfach aufgestockten! Weil Ihr so toll seid!) Spendenziel und hinter den Kulissen laufen heiße Vorbereitungen auf das Weihnachts-Spezial der MMM-Crew. Wir freuen uns wie Bolle!

Am 14. März findet in Schwerte der Dressmakers Ball statt, den Alex organisiert. Ich bin sehr, sehr traurig, dass ich nicht dabei sein kann, das wäre ganz nach meinem Geschmack. Trinkt einen Sekt für mich mit und tanzt wild!

So. Werbeunterbrechung vorbei.

And the winner iiiiissss: SUSA! Yeah, Kamelle, Konfetti, Applaus! Herzlichen Glückwunsch, liebe Susa! Ich kann mir kaum eine würdigere Gewinnerin vorstellen! Wunderbar! Bitte schick mir noch mal deine Adresse, ja?

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WKSA, Teil 5

14.12.2014 WKSA Teil 5:
Oah, jetzt aber schnell! / Nur noch der Saum! / Ich könnte hier nochmal nachbessern / Ich bin fertig, zeige aber noch nichts / Ich bin ein Streber und nähe jetzt noch ein Tüdeldü für meine drei Weihnachtskleider

Guten Tag, meine lieben Weihnachtskleidnäherinnen!

Es ist kaum zu glauben, aber mein Weihnachtskleid ist fertig! Wie konnte das nur passieren? Die Gastgeberinnen-Rolle versorgt mich mit ungeahnten Kräften. Hinzu kommt dann noch die Tatsache, dass ich demnächst für die Weihnachtstage nach Deutschland reise. Bis dahin ist natürlich auch hier Stress angesagt und in D habe ich keine Nähmaschine, weil ich bei meiner Familie und nicht zu Hause bin. Dieses Auslandsdings ist komplizierter als angenommen, ich schwöre.

 

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Ich danke Euch für Eure schnelle Entscheidungshilfe zum Thema Zierstich. Ich habe mich dank Eurer Hilfe und der instagram-Gemeinschaft (und Wiebke) für den dritten von oben entschieden, die Blätter. Merci beaucoup!

 

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Die Zierstiche sind Teil eines groß angelegten Rettungsprogramms. Denn mir war das Kleid nix. Der Samt, die Goldknöpfe, das war alles ein bisschen arg Mittelaltermarkt. Ich war höchst unglücklich, hier ein Ausschnitt des holden Gewands:

 

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Da ich am Rest nicht viel ändern konnte, war klar, dass die Knöpfe ausgetauscht werden müssen und so verbrachte ich den Freitag Abend fluchend mit Samtkreisen und beziehbaren Knöpfen.

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Nun denn, das Kleid gefällt mir jetzt viel besser, auch wenn es glaube ich nicht zum Lieblingsstück werden wird. Aber vielleicht ändert sich das ja noch in den nächsten Tagen, die Hoffnung stirbt zuletzt und so.

Ich bin gespannt auf Dodos und Eure Fortschritte!

Me Made Mittwoch am 10. Dezember 2014

Wenn ich mein heutiges Kleid so betrachte, frage ich mich, warum ich meinen ursprünglichen Weihnachtskleid-Plan eigentlich geändert habe. Ich mag die Mantelkleider aus dem Buch von Gertie Hirsch wirklich sehr gerne. Die lila Version finde ich ein wenig schöner als die graue, sie ist auch ein bisschen weiter, sitzt daher angenehmer. Abgesehen davon hab ich da nicht so viele Fehler gemacht, zum Beispiel bezüglich der Knopfleiste, die einerseits auf den falschen Seite ist und andererseits an der völlig falschen Stelle sitzt. Bei beidem ist meine Schusseligkeit Ursache der Fehler, die mittige Positionierung der Knopfleiste ist beispielsweise mal wieder meinem Abschneidewahn geschuldet.

IMG_4160Hallo Institutstoilette! Du auch wieder da? Ich freu mich schon, wenn ich demnächst hier die Saumlänge des Weihnachtskleides bestimme. “Das macht man in Europa so. Echt.” Ob ich damit durchkomme?

 

IMG_4161 Hier sieht man deutlich, dass es viele Falten an der Brust wirft. Ich hab aber wirklich keine Ahnung, wie ich das ändern kann.

 

IMG_4158Ich mag es dennoch. Tja, so ist das. Und ich werde in Aachen mal in den liebsten Stoffladen gehen und nach dunkelblauer Wolle suchen für eine weitere Version. Immerhin ist das Schnittmuster schon in den USA… (apropos, ich verlose Weihnachtskitsch. Interesse?)

Auf dem MMM-Blog ist heute Meike unsere Gastgeberin. Ich freu mich auf Eure Beiträge!

Kitsch as Kitsch can – oder: es gibt ein Geschenk!

Liebe Freundinnen und Freunde des guten Geschmacks,

die Christmas Sweater fesseln mich und mittlerweile habe ich ein wenig recherchiert. Das war gar nicht so einfach, denn wenn man nach “Christmas Sweater” sucht, kommt man vor allem auf Shopseiten, die ganz charmant auf “ugly christmas sweater” (oder gegebenenfalls noch tacky) referieren, zum Beispiel hier.

Wo genau die Tradition herrührt, kann ich allerdings nicht sagen, die UK-Version berichtet von englischen Showmastern, die diese Tradition (zunächst unironisch) in den 1980er  einführten. Auf US-Webseiten wird auf die Bedeutung des Christmas Sweaters bereits zum Ende des 19. Jahrhunderts verwiesen. Letzteres scheint mir ziemlich unwahrscheinlich, vielleicht meinten sie das 20. Jahrhundert? Sucht man bei Etsy, dann finden sich auch dort insbesondere Exemplare aus den 1980ern, obwohl es natürlich auch ganz wunderbare Beispiele aus den 40ern gibt, z.B. hier.

Meine erste Berührung mit dem Konzept “Ugly Christmas Sweater” war vermutlich diese Szene aus Bridget Jones, in der Renee Zellweger bei ihren Eltern (?) auf Colin Firth trifft, beiden in einem Schneemann-Pullover. Seitdem hat sich eine regelrechte Tradition um den hässlichen Pullover entwickelt mit Motto-Parties, entsprechenden Familienphotos und einem eigenen Feiertag: Am 12.12. ist National Ugly Christmas Sweater Day!

Zu diesem wunderbaren Anlass habe ich es mir nicht nehmen lassen, eine kleine Überraschung für Euch zu besorgen.

IMG_4153 Dieser kleine (und damit kofferfreundliche) Christmas Sweater mit aufgenähten Katzen (die tragen Mützen!) und Weihnachtsbäumen wird Eure Wein- und Wasserflaschen in weihnachtlichem Glanz erstrahlen lassen!

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Ist das nicht, äh, bezaubernd? Wer sich von der kitschigen Glückseligkeit amerikanischer Weihnachtsdeko nicht nur nicht abschrecken sondern gar erfreuen lässt, möge sich unter diesem Posting melden. Am nationalen Feiertag des Christmas Sweater, dem 12.12., schließt um 18 Uhr meiner Ortszeit (Mitternacht zum 13.12. bei Euch) das Lostöpfchen. Wer keinen Blog hat, kann entweder eine E-Mail-Adresse hinterlassen oder mir eine ebensolche schicken.

Die glückliche Gewinnerin bzw. der glückliche Gewinner muss dann noch abwarten, bis ich deutschen Boden unter den Füßen habe (was eine Woche später der Fall sein wird) und bekommt den Christmas Sweater pünktlich zum Fest zugeschickt!

Happy Holidays!

 

WKSA, Teil 4

7.12.2014 WKSA Teil 4:
Uah, es passt nicht, das muss ich ändern / Ich habe diese schwierige Stelle gemeistert und bin stolz wie Bolle! / Das sieht doch schon ganz gut aus, oder? / Ich hab ein Hängerchen und brauche Motivation!

Alter Schwede, wir sind schon bei Teil 4, Weihnachten rückt immer näher. Andererseits können wir ganz beruhigt sein, es sind noch zwei volle Wochen bis zum Finale. Auch wenn ich (Frau Kirsche) eigentlich nur sonntags nähe (und das ist ein bisschen unpraktisch, weil ich dann fertig bin, wenn in Deutschland Nacht ist. Ihr seht also immer den schon lange rumliegenden Zustand, wenn ich sonntags morgens – hier – bzw. nachmittags – Deutschland – meinen Stand zeige), bin ich frohen Mutes, dass ich das Kleid fertig bekomme. Wie ist es bei Euch? Bekommt schon jemand Hektikflecken?

Mein Kleid, Butterick 5920, ist in folgendem Zustand, Rock- und Oberteile sind zusammengenäht, passen ohne zu kneifen und die Taille ist da, wo meine Taille ist. An Taille und Schultern muss ich eigentlich immer was ändern. Mein Oberkörper ist zu kurz für die meisten Schnittmuster und meine Schultern zu schmal. Wenn ich mir aber so angucke, wie viel andere häufig ändern müssen, kann ich mich nicht wirklich beschweren.

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Vor mir liegen mehrere aufregende bis unangenehme Schritte, die ich gekonnt verdränge, das sind einerseits die Knöpfe und andererseits immer noch die Taschen. Dodo hatte letzte Woche vorgeschlagen, die Taschen aufs Rockteil zu nähen. Das finde ich eine ziemlich gute Idee, ich hatte eh schon Sorge, dass meine eher große Oberweite plus Taschen aus doppeltem Samt plus Vlieseline ein bisschen arg werden könnten. Meinungen? Bei den Kräuselungen in der Taillennaht war ich mir erst ebenfalls unsicher, aber das geht meines Erachtens.

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Die Knöpfe habe ich wie den Stoff aus Deutschland importiert. Ich werde sehr wahrscheinlich die goldenen nehmen, die weißen im Hintergrund sind etwas arg wuchtig. Heute habe ich in einem Ramschladen eine neue Quelle für Vintage-Knöpfe aufgetan, allerdings sind die ziemlich teuer. Ich habe natürlich trotzdem welche mitgenommen…

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Und endlich kann ich Euch etwas ganz und gar kitschig-fremdes zeigen: Christmas Sweater! Ich hielt es bislang für eine Hollywood-Erfindung, aber es gibt sie wirklich. Und ehrlich gesagt bin ich mir immer noch nicht sicher, auf welchem Ende des Ironie-Kontinuums ich dieses Kleidungsstück verorten soll, man kann es zwar in Hipsterläden kaufen, aber die älteren Mitarbeiter_innen und Professor_inn_en tragen sie auch. Gut, die können das natürlich auch ironisch meinen, aber eine Kollegin erklärte mir ganz ernthaft, dass sie sich für die Weihnachtsfeier hübsch gemacht hätte. Theoretisch finde ich das unfassbar niedlich – so viel anders ist das mit dem Weihnachtskleid ja nun auch nicht. Praktisch hätte ich jetzt nicht unbedingt ein Mickey Mouse-Weihnachts-Sweatshirt gewählt, aber gut: jeder Jeck ist anders.

 

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In diesem Haus werden traditionell die Christmas Sweater der letzten Jahre als Deko an die Treppe gehängt. Leider musste ich das Photo heimlich aus der Hüfte schießen, sonst hätte ich Euch noch mit ein paar Details beglücken können.

Mittlerweile sind auch die Häuser zunehmend geschmückt, allerdings ist es hier en vogue, Drahtkugeln mit Lichterketten zu umwickeln, und in Bäume zu hängen. Das hört sich komisch an, ich weiß, aber es sieht wirklich bezaubernd aus. Leider habe ich nur schlechte Photos davon, aber ich nehme demnächst noch mal meine ordentliche Kamera mit. Unten  bekommt Ihr aber zumindest eine Ahnung davon, wie es aussieht. Auf dem ersten Bild erkennt man die Konstruktion der, äh, Dingsis, auf dem zweiten den Effekt. Das sieht wirklich toll aus!

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Ebenfalls in weihnachtliche Stimmung bringt mich übrigens die Spendenbereitschaft dieser Gruppe. Ich möchte noch mal sagen, wie unfassbar baff und gerührt ich bin. Baff weil dieses Angebot ja eigentlich so unverbindlich ist. Klar, es gibt viele, die sich mittlerweile kennen, die sich besuchen, Schnittmuster tauschen, Nähkränzchen veranstalten oder Stoffe durch die Republik schicken. Trotzdem könnte hier jede ganz eigennützig vor sich hinwerkeln, einfach nur konsumieren,  und an der Spendenaktion vorbeigucken. Anhand der Summe aber auch der Anzahl der Einzelspenden sieht man ja aber, wie unfassbar viele bereit sind, mehr zu tun. Das ist kein anonymes Internet, das find ich großartig. Und neben dem Lob und Stolz an und auf diese Gemeinschaft ist das auch noch ein kleiner Hinweis, dass wir sehr knapp davor sind, die dritte Ausbildung zu finanzieren. Es wäre super, wenn das noch klappt! Hier könnt ihr gucken und spenden. DANKE <3

Und nun geht es endlich los, verlinkt Euch!

 

Me Made Mittwoch am 3. Dezember 2014

Der Dezember ist nicht nur in Deutschland voller Weihnachtsfeiern – auch die Uni hier in NC lässt keine Möglichkeit des heiteren Beisammenseins aus. Heute, am Dienstag, waren es direkt zwei. Meine Betreuerin nimmt mich überall hin mit, stellt mich vor, was ganz großartig ist, denn so lerne ich nicht nur die Universität besser kennen, sondern treffe in ganz bizarren Situationen beruflich wichtige Menschen. Gestern Abend beim Basketball-Spiel der College-Mannschaft lernte ich beispielsweise den Herausgeber einer für mein wissenschaftliches Feld spannenden Fachzeitschrift kennen. Er in Shorts (gestern waren es hier 19° C), Kapuzenpullover und Baseball-Cap, ich in Ehrfurcht. Heute erzählte ich das meinem deutschen Chef per Skype und wir kicherten ein wenig über die Unterschiede zwischen deutschen und amerikanischen Professorinnen und Professoren. In Shorts bei einer Uni-Veranstaltung und mit einem lässigen “Hey, how ya doin'” – eher unwahrscheinlich in Deutschland. (Und das bezieht sich nicht auf die Sprache)

Die Lässigkeit amerikanischer Uni-Professorinnen und -Professoren schätze ich sehr an meiner amerikanischen Chefin. Die war nämlich nicht im mindesten irritiert als sie mich Spiegelphotos machend in der Institutstoilette vorfand. Ich reagierte hingegen ein wenig hektisch und das Ergebnis zeige ich Euch gleich.

Neben dem Weihnachtskleid bin ich nähtechnisch wahnsinnig faul. Abends stricke ich lieber, haha, das hätte ich niemals vermutet. Das Shetland Triangle wächst und gedeiht. Und es macht Spaß. Aber das verrate ich niemandem, vor allem nicht meiner Crew.

Hier nun also Photos mit bereits bekannter Kleidung in ebenfalls bekannter Umgebung – the beloved bathroom.

IMG_4039 Den Mantel habe ich vor einigen Wochen gezeigt. Butterick 5824 nach Gretchen Hirsch.

IMG_4041 Hier sieht man jetzt auch mal das hellblaue Futter, das ich eingenäht habe. Auch das stammt aus meinem Vorrat (ich war ein wenig stolz, aber jetzt habe ich ja schon wieder neue Stoffe gekauft und alles ist für die Katz…)

 

IMG_4042 IMG_4044Und hier noch ein Bild vom dunkelblauen Wollrock, den ich schon häufig gezeigt habe, beispielsweise hier. Leider gibt es kein besseres Photo, denn dann wurde ich überrascht.

Nun zu etwas, das uns – der MMM-Crew – sehr am Herzen liegt, unsere diesjährige Weihnachts-Spendenaktion, die dieses Mal Ausbildungen von Näherinnen in Afghanistan finanziert. Wir hoffen auf 2160 Euro (zwei einjährige Ausbildungen) und natürlich haben wir uns wieder was Feines ausgedacht, falls wir das Ziel erreichen! Die Lebensbedingungen von Männern aber insbesondere von Frauen sind in Afghanistan immer noch unvorstellbar schwierig bis grausam. Wir würden uns freuen, wenn wir gemeinsam Hilfe zur Selbsthilfe leisten könnten und Empowerment ermöglichen mit einer Spende, die in konkreten Projekten wirkt und nicht in Verwaltung/Vermarktung/etc. verschwindet.

Ich möchte diesen Beitrag mit Wiebkes Worten zur Spendenaktion enden lassen:

Auch wenn unser Lebensalltag so unvorstellbar unterschiedlich zu dem der afghanischen Frauen ist, der Stolz beim Präsentieren der Nähwerke hat so viel gemeinsam mit dem, was wir alle so gut kennen und hier beim MMM auch immer wieder sehen.

Auf einen wunderbaren Me Made Mittwoch mit Claudia! <3

WKSA, Teil 3

30.11.2014 WKSA Teil 3:
Ich bin in Stimmung, erste Nähte sind gemacht!  / Endlich hab ich angefangen / Probemodell sitzt, ich kann den richtigen Stoff zuschneiden / Ich bin ein Streber und nähe jetzt mein zweites Weihnachtskleid / Plätzchenessen ist doch irgendwie auch Nähen, oder?

Heute treffen wir uns zum dritten Mal zum Weihnachtskleid-Nähen auf dem MMM-Blog, dieses Mal unter Dodos Regie. Ich merke ja leichte Schwächel-Erscheinungen an mir selbst, aber das gilt natürlich nicht. Wenn ich genau darüber nachdenke, hat es auch einen klitzekleinen Vermeidungscharakter, was ich da gerade mache.

Also, zum Stand. Ich nähe ein Butterick 5920 aus rotem Samt. Alle Teile sind zugeschnitten, alle Abnäher genäht, alle Kräuselungen eingezogen. Die Taschen sind ebenfalls fertig, aber hier kommen wir direkt zum ersten Punkt, vor dem ich mich drücke: die Taschen müssen noch von Hand geschlossen werden. Mach ich heute (hier ist es ja erst 15 Uhr)! Und jetzt ist es ausgeschrieben, also hoppla, Frollein.

IMG_4029Vielleicht bügel ich dann direkt auch noch mal, was? Das Bügeln findet hier übrigens unter erschwerten Bedingungen (weil ohne Brett) statt. Die Farbe ist  nicht gut getroffen auf dem Photo, auf den anderen ist es besser.

 

IMG_4028Das Oberteil ist in Grundzügen ebenfalls fertig und hier kommt direkt die nächste Bremse. Die Taschen müssen auf das Oberteil, und wenn’s denn geht, dann gerade und nicht total doof platziert. Ich weiß, dass das nicht so schwer ist, aber sicherheitshalber eiere ich die ganze Zeit drum herum und versuche es erst gar nicht. Yeah, super-clever!

 

IMG_4030Diese Vermeidungsstrategie führt zumindest dazu, dass ich schon alle möglichen anderen Teile schon zusammengenäht habe und mich jetzt sorge, ob die zugeschnittene Größe (10) nicht doch ein bisschen mutig war. Leileilei.

Während ich durch Eure Beiträge stöbere, esse ich keine Plätzchen, sondern landesgemäß Donuts. Die sind aber auch lecker!

Me Made Mittwoch am 26. November 2014

Da Ihr mir ja letzte Woche schon die Toilettenphotos verziehen habt, dachte ich, dass ich, äh, das diese Woche einfach noch mal mache. Okay, nächste Woche versuche ich eine etwas romantischere Umgebung für meine Photos zu finden, okay? Der Mittwoch kommt aber auch immer so plötzlich. Quasi wie Weihnachten NUR JEDE WOCHE! So hab ich das noch nie betrachtet. Ich fühle mich auf einmal so erschlagen, dass ich erst mal ein Stückchen Schokolade brauche.

In North Carolina ist es derzeit noch mal muckelig warm (auch wenn mich gerade eine Frau mit “take care, hon, it’s cold outside!” vor den 15 (!) Grad Celsius warnte), deswegen brauchte ich heute (Dienstag) weder Herbst- noch Wintermantel.

Nun also auf in die Institutstoilette. Heute wurde ich erst beim letzten Photo erwischt; ich werde besser!

IMG_3962 Das Kleid habe ich für einen beruflichen Anlass genäht und es ist eines meiner Lieblinge aus dem letzten Jahr. Es ist ein einfaches Paspelkleid (Knip 11/2011) aus schwarzem Baumwollleinen mit dunkelgrauen Paspeln. Okay, sieht man nicht, müsst Ihr mir jetzt glauben.

 

IMG_3963Das schwarze Kleid macht sich prima mit dem zuletzt genähten Blazer. Ich finde Kombination sogar fast ein bisschen besser als das Original. Was meint Ihr?

 

IMG_3965 Die Brosche ist von Frollein von Sofa.

 

IMG_3958Meine Kollegin hat mir einen Iso-Kaffeebecher geschenkt, damit ich auf dem Campus nicht so auffalle. Wirklich sehr, sehr viele Kaffeebecher da unterwegs, Wahnsinn. Ich hab ihn schon zweimal an der Bushaltestelle stehen lassen, aber wir finden immer wieder zueinander, wir zwei.

So, jetzt verweise ich auf unsere heutige Gastbloggerin Anni auf dem MMM-Blog mit einem schönen grünen Kapuzenpullover.

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