Wie siehst du eigentlich, d.h. in deinen Träumen, in deiner Vorstellung von Dir  aus? Welche Kleidungsstücke könntest du nähen, um dieser Vorstellung von Dir, wie du gerne sein möchtest, näher zu kommen? Was hält dich ggf. davon ab?


Als ich das dieswöchige Nähfragezeichen bei Meike sah, juckte es – erneut, wie letzte Woche auch schon – in meinen Fingern, es zu beantworten. Und nun ist es so, wie jeden Tag. Ich beiße mir die Zähne an der Überarbeitung des Theorieteils aus und benötige dringend Frische im Kopf. Trotzdem lässt sich das eben geschriebene nicht vom Bloggen trennen, denn es geht, ist doch logisch, um einen konstruktivistischen Akt.

Der eigene Stil ist, insbesondere wenn man ihn durch das Bloggen so stark reflektiert UND gleichzeitig die Möglichkeit, auf Kaufklamotten zu schei***, tatsächlich etwas, das sich “erfinden” lässt. Natürlich immer nur im Rahmen der eigenen Möglichkeiten, schließlich trennen uns nicht nur handwerkliche Fähigkeiten von den wildesten Kreationen, sondern auch das Geld für den entsprechenden Stoff oder einfach nur die passende Vorstellungskraft.

Mein eigener Stil wandelt sich immer wieder, konstant bleibt nur die Liebe zu Röcken und Kleidern. Doch mal mag ich es lieber NoaNoa-mäßig verspielt, mal praktisch mit Rock und Birkis, mal defintiv retro. Dankenswerterweise erlaubt mein Job mir hier jegliche Ausprägung. Nur: den anderen leider auch…

Wo kein konstanter Stil da keine konstante Stilikone. Wie Meike mag ich jedoch die Komplettgestaltung von Outfits. Hütchen zu Schmuck zu Kleid zu Handtasche zu Schuhen. Und bitte. Das klappt natürlich gar nicht, denn gleichzeitig soll es natürlich möglichst viel und bunt und hach und toll sein. Das lässt sich mit einheitlichen Outfits nur beim ganz dicken Geldbeutel durchhalten und der ist wie bei vielen leider auch im Hause Kirsche nicht vorhanden.

Viele Sachen werde ich sicherlich auch im neuen Jahr beibehalten, weil sie mir gefallen und ich keinen Optimierungsbedarf sehe. Ich habe noch zwölfunddreißig Schnittmuster hier rumfliegen, die ich ALLE nähe werde, wenn ich die Doktorarbeit fertig habe. Die meisten stammen aus den 1940ern und 50ern. Im Bereich der Retro-Kleider gefällt mir das meist am besten mit den schmalen Taillen und den etwas verbreiterten Schulten und passt wesentlich besser zu meiner Figur als beispielsweise die 1920er Jahre (die ich aber auch sehr schön finde). Außerdem will ich mir noch einen Petticoat kaufen, das sieht einfach noch besser aus zur schmalen (*hüst*, wenn das so weiter geht, wird das aber nix, Frau Kirsche) Taille*.

Insgesamt sagt der Kopfkleiderschrank vermutlich folgendes (ich hatte kurz den roten Faden verloren): Der Kleiderschrank darf so bleiben, ABER die Accessoires, die müssen mal ein bisschen gepimpt bzw. häufiger genutzt werden. Ich habe beispielsweise 135 gar zauberhafte Clutches, die ich nie benutze, weil sie unpraktisch sind. Sind sie auch, aber hohe Schuhe auch. Trag ich trotzdem. Und die Haare. Die hängen ja immer nur so rum. Und die Fingernägel.

Also, gleich wird mal die Handtaschen-Schublade geöffnet und ein wenig gekramst, was es da so gibt. Ich werde berichten!

P.S.: Als Kind war ich ziemlich rosalastig, sehr zum Unglück meiner armen Mutter, die das selbst überhaupt nicht mochte und dies mit meiner Schwester auch nicht erlebt hatte. Ich hingegen fand rosa in jeder Schattierung ganz wunderbar. Ich hab ein sehr cooles Photo, das muss ich mal suchen und euch zeigen! Rosa an hellrosa and quietschrosa an blondem Kirschenkind.

Hier findet ihr die Antworten der anderen. Danke, Meike!

* Meine Pilates-Lehrerin spricht Taille sehr lustig aus. Talie oder so. Ich muss auf jeden Fall immer ein bisschen kichern.