Heute Mittag habe ich mich umgemeldet. Jetzt bin ich also offiziell Bremerin. Ich gestehe, ich hatte einen Kloß im Hals als mir das klar wurde. Bremerin und keine Aachenerin mehr. Aachen und ich, das war nicht nur Liebe, das war auch der Wille nach Abgrenzung, nach Neuem, das waren aber eben auch Freundinnen und Freunde, Familie und das Gefühl “hier kenn ich mich”. Zur Wohnung schrieb ich ja bereits ausführlich. Die ließ ich gerne hinter mir und ein kleiner Vermieter-Knatsch zum Abschied macht es dann noch leichter.

Am Montag war der Umzug und meine Hoffnung, dass professionelle Helfer mein Stress-Level unten halten würden, hat sich leider nicht bestätigt. Der Wagen war nämlich zu klein – da hatte wohl jemand das Ausmaß meines Krams unterschätzt. Also wurde zurückgefahren, umgeladen, weiter beladen und schön die Schuld bei anderen gesucht (Umzugsmensch: “Im Angebot stehen viel weniger Kubik als nachher im Wagen waren!” FrKirsche: “?!? War die Kalkulation nicht Ihr Job?”). Naja, irgendwann war alles im Bremer Dachgeschoss angekommen und das Kirschen-Umzugsteam völlig aus dem Leben geschossen.

Heute hatte ich meinen ersten richtigen Bremen-Tag. Alleine. Ohne Termine. Frau Kirsche und ihr Fahrrad. Und viele Umwege. Ich hab’s nicht so mit der Orientierung und bin ein bis zwei Schleifen gefahren, um zum Bürgerservice zu gelangen.

Ich glaube, es gefällt mir hier.

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