Diesen Text schrieb ich am 13. Aril 2012:

Ja, ja, auch ich bin dem Walk Away Dress auf den Leim gegangen. Ganz unbedarft hatte ich einfach bestellt (“sieht doch bequem aus!” <- des Kirschenkinds größtes Kompliment…) und dann ziemlich lange liegen gelassen. Denn mittlerweile hatte ich Cats Kritik noch einmal gelesen. Und Anpassungen finde ich voll blöd. Echt jetzt. Mittlerweile gab es noch mehr Schnitte, die genäht werden wollten, war also tiptop in Ordnung, den Walk Away Dress noch ein wenig zu verschieben.

Passend zum Geburtstagsfest von Freundin F. hatte ich dann aber den Wunsch nach einem neuen Kleid. Und weil mir das (sicher ist sicher) erst kurz vor der Festivität aufging, musste es etwas Schnelles sein. Und das verspricht der Walk Away Dress – morgens an die Maschine, mittags fertig. Traditionell brauche ich für alles länger als die anderen Kinder. Quasi Mittelwert mal 1,3. Kommt ungefähr hin, denn zwischendurch muss ich fernsehen, telefonieren oder in den Kühlschrank gucken. Außerdem bin ich eine echte Niete im Verstehen von Schnittmustern. So ging der interne Verständnisprozess etwa folgendermaßen:

Und wo ist der Reißverschluss?
Ist da kein Reißverschluss?
Kann das? Wie kommt das denn über?
Und dann? So ganz nackelig, oder wie?

Versuch macht kluch und lesen auch kann ich dazu nur sagen. Das Muckichen hat KEINEN Reißverschluss und auch keine Knopflöcher. Dafür wird sehr ausführlich beschrieben, wie zu säumen sei. Kein Wunder, da ist ja auch einiges zu tun (EMPÖRUNG!!).

Und dann schrieb ich ihn nie zu Ende. Warum? Weil mir das Kleid zu klein war. Nach all der blöden Arbeit des Säumens war das Teil tatsächlich zu eng an der Taille, und zwar so viel zu eng, dass ich irgendwo einen Fehler gemacht haben muss, denn der Rest sitzt eher bollerig. Damit kam es zusammengeknüllt in den Stoffschrank. Beim Umzug noch mal wiedergefunden, dann wieder verstaut und ignoriert. Zum Geburtstag trug ich statt dessen einen schwarzen Tellerrock.

Letztens fiel mir das fast vollendete Kleid dann entgegen und ich dachte mir, mach es fertig, trage es einmal, dann darfst du damit machen, was du willst. Und genau das habe ich jetzt gemacht.

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Anstatt das Rockteil vorne miteinander zu verbinden, wie es sein sollte (siehe hier), habe ich die Knöpfe auf das Vorderteil genäht, daher brauchte ich sechs statt drei Knöpfe, die ich hier bei Dawanda bestellt habe. Kleine Hündchen, sehr niedlich!

Ohne Strickjacke (und Longsleeve) ist das Kleid ganz schön frisch, also sah so das endgültige Outfit aus.

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Und das Fazit? Ach ja. Ich bin nicht wirklich glücklich mit dem Kleid. Allein die Möglichkeit es mit den neuen roten Schuhen zu kombinieren, hat zu einer erhöhten Tragelust geführt. Jetzt hängt es erst einmal im Schrank und ich überlege noch, was ich damit machen will. So ist das eben beim Selbernähen!

Ich glaube, Cat ist deutlich zufriedener mit ihrem Werk, das sie heute auf dem MMM-Blog zeigt. Und ich ertrage mein “vermutlich-für-die-Tonne”-Teil und schaue mich statt dessen bei Euch um. Denn auch ich mag diese Aktion immer noch!

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