Badenixen Sew Along: Es geht los!

In diesen Sommerferien werde ich nicht verreisen, deswegen habe ich definitiv einen neuen Badeanzug verdient – ist doch logisch, ne? Denn im nahen Werdersee will ich schießlich nicht wie die letzte Wurst aussehen. Mein Hautton ist ja meist schon nahe an Frischkäse, das muss definitiv reichen.

Badenixe

Lottis Badenixen Sew Along kommt da wie gerufen! Danke <3 Heute ist unser erstes offizielles Treffen und darum geht’s:

Welcher Stoff? Welcher Schnitt? Wo kann ich am besten bestellen? Welche Empfehlungen gibt es bereits? Was brauche ich eigentlich alles? Ich habe schon erste Ideen und könnte mir folgendes Modell/Stoff/Zubehör vorstellen. Ich habe bereits Material Zuhause und lasse mich noch inspirieren. Ich habe folgende Schnitte bereits zur Verfügung und kann mich nicht entscheiden. Was meinst ihr, welches Modell besser zu mir passt? usw.

Zunächst wollte ich einen Bikini nähen, habe mich dann aber aufgrund von Passformsorgen (Oberweite…) dagegen entschieden und bleibe ganz klassisch (und nicht gerade avantgardistisch) beim Bombshell, den die halbe Nähbloggerinnen-Szene schon letztes Jahr unter Katharinas Anleitung genäht hat. Sicher ist sicher ist hier mein Motto. Und gleiches gilt auch für die Stoffauswahl. Zwar ist sewy nicht gerade billig, aber ich will etwas praktische, das schnell geht, also werde ich auch dort bestellen. Ich hab mich allerdings noch nicht so richtig für einen entschieden.

Nach einem zauberhaften aber auch arg reiselastigen Wochenende werde ich mich jetzt auf’s Sofa hauen und schauen, was die anderen so in den nächsten Wochen machen! Zu finden sind wir bei Lotti!

MMM im Partydress

Am Wochenende fand eine bezaubernde Party statt, zu der auch einige Nähnerds kamen. Dankenswerterweise spendierte die letzte Woche einen (bundesweiten!) Feiertag, den einige von uns nutzen, um noch ein Partykleid zu nähen. Ich auch. Guter Feiertag!

Ich hab ausnahmsweise noch mal ein neues Schnittmuster ausprobiert, nämlich das McCall’s 6833. Die Trägerversionen sehe ich nicht so richtig an mir, aber die Kragenlösung verzauberte mich auf der Stelle. Und ich hatte vor einiger Zeit einen Stoff gekauft, den ich mir dazu sehr gut vorstellen konnte, nämlich diesen hier:

 

IMG_2126(Lustigerweise war der Stoff in meinem Kopf grundständig blau mit eher tomatenroten Beeren. Äh ja. Cat hat ihn auch schon vernäht, guckt mal hier)

Allerdings hatte ich viel Stoff gekauft und das Modell D verbraucht nur 1,4 Meter, das war viel, viel zu wenig. Mein schöner Stoff! Verschwendung! Also habe ich mich entschieden, das D-Oberteil mit dem C-Rockteil zu verbinden, was natürlich auch meiner Vorliebe für weite Röcke entgegen kommt.

 

M6833

 

Nun also zum Ergebnis.

 

DSC02383Gemeinsam mit dem pinken Pony.

DSC02384Wie man sieht, wird das Rockteil in Falten gelegt, mit einer großen Kellerfalte vorne.

Nach einigem Hin und Her habe ich mich entschieden, das Oberteil – wie im Schnittmuster vorgesehen – zu füttern, damit bin ich jetzt auch eingermaßen zufrieden. Auch die Ärmel findel ich nett, auch sie haben eine Art Kellerfalte. Geändert habe ich folgendes: den Reißverschluss habe ich in die Seite verlegt. Die Taille ist deutlich höher als im Original, nämlich da, wo meine Taille ist. Dadurch musste ich das Rockteil deutlich verlängern.

Was ich hätte ändern sollen und mir für’s nächste Mal merke: Das Oberteil kann an der Taille deutlich enger. Man sieht ja auch auf den Photos, dass es bauscht. Ohne Gürtel kann ich das Kleid meines Erachtens nicht tragen. Die Falten werde ich beim nächsten Mal weglassen und dafür das Rockteil kräuseln (wie bei meinem Lieblingsschnitt). An der Brust muss ich zudem etwas an den Abnähern machen. Da habe ich bei der hier gezeigten mit ein paar Stichen per Hand gerettet, aber das geht auch eleganter.

Und schaut mal, ds neue Kleid passt auch zum ewigen Strickprojekt:

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Und hier noch ein Bild der Frisur, die Lotti für mich zur Party gezaubert hat – vielen Dank <3

P1040198Heute zeigt Lucy auf dem MMM-Blog ihr schönes Pagodenkleid, das scheinbar auch zum Wimmelbuch taugt.

Me Made Mittwoch am 28. Mai 2014

Guten Morgen, liebe Mitnäherinnen und Mitnäher (ich gebe die Hoffnung nicht auf!),

ich (Frau Kirsche) bin heute Gastgeberin auf dem MMM-Blog und freue mich, Euch in sommerlicher Laune begrüßen zu dürfen.

BITTE BEACHTET DIE NEUERUNG, DIE ICH UNTEN BESCHREIBE – MERCI!

Das wunderbare Wochenende habe ich nicht nur genutzt, um die letzten Stiche am heutigen Kleid zu tätigen (Knöpfe!), sondern auch um endlich mal richtige Photos machen zu lassen. Freundin E. ist das schon gewohnt, sie macht auch immer die Bilder an orangener oder weißer Bürotür, aber dieses Mal hatte ich die richtige Kamera mit und wir haben die Bremer Straßen für unsere Session genutzt. Ich kam mir ein bisschen Modebloggerinnen-mäßig vor, das war lustig. Ich bin nicht so ein Riesen-Fan davon, mich in der Öffentlichkeit zum Affen zu machen. Insbesondere, wenn es um offensichtliche Klamotten-Photos geht, bin ich ziemlich unentspannt, weil ich mir so wahnsinnig oberflächlich vorkomme. Zum Glück ist E. die netteste Photgraphin, die man sich so vorstellen kann, lacht alles weg und motiviert mit knackigen Anweisungen (“walk, walk, walk, turn around, NOW! TURN AROUND!” Wir sprechen Englisch miteinander, immer, nicht nur wenn’s um Photos geht). Und die Pein ist es wert, die Photos sind natürlich schöner, als wenn ich morgens zackizack mit dem Selbstauslöser hantieren muss.

Nun aber zum heutigen Kleid, das mal wieder von meine Liebe zur ausführlichen Schnittmuster-Nutzung zeugt, denn es ist die dritte Version des Butterick 6018 (siehe hier und hier) und eine vierte hängt bereits im Schrank. Das heutige Stück hat eine lange Vorlaufzeit. Den Stoff des Oberteils habe ich vor zwei Monaten bei Nina im Nähkontor gefunden. Weil der Stoff bezaubernd schön, aber für ein komplettes Butterick mit einem Verbrauch von knapp 3 Metern ein bisschen zu teuer war, habe ich die Rockbahnen aus einem einfachen Baumwollleinen vom örtlichen Stoffhändler genäht.

Beim Rockstoff musste ich auf ein etwas zu kräftiges rot zurückgreifen. Das passende (etwas ausgeblichen wirkende) gab es leider nicht, aber das fällt nur auf, wenn man genau hinschaut. Diese Nachlässigkeit musste ich bei der Knopfauswahl nicht hinnehmen. Im Nähkontor gibt es wirklich jede Farbschattierung, da bleiben keine Wünsche offen.

Genäht habe ich den ersten Teil des Kleides gemeinsam mit Dodo während meiner Urlaubstage in den Semesterferien. Nachdem die ersten beiden Versionen immer ein wenig zu weit waren, habe ich dieses Mal auf die korrekte Einhaltung der Nahtzugabe geachtet und siehe da, das Oberteil dürfte enger nicht sein, denn die dünnerBaumwolle gibt kaum nach. Wie immer habe ich das Rückenteil ein wenig gekürzt und den Schulterabnäher im Rückenteil verlängert. Der Rock ist deutlich kürzer als im Muster angegeben. Den Kragen habe ich dieses Mal abgesteppt, das würde ich aber nicht wieder machen, ohne finde ich es schöner.

Der Preis des Stoffes und die nach Oberteil-Zuschnitt verbleibenden Reste, erforderten zwingend (tihi) den Kauf eines Schrägbandformers (endlich…). Den Zuschnitt und das Bügeln erledigte ich während eines Nähkränzchens mit Freundin K. Das Kleid hat bis zur Vollendung wirklich viele Tage auf Bügeln gehangen.

Ich finde sehr schön, dass man aufgrund der Kontraste die hübsche Taillenführung erkennen kann. Ansonsten ist das Kleid scheinbar ziemlich auffällig, denn ich bin beim Eisessen direkt drei Mal von fremden Frauen (lobend) angesprochen worden. Das hat mich natürlich sehr gefreut! Die meisten sagen ziemlich schnell seufzend “das ist bestimmt selbst genäht, ne?” Ist das nicht total cool? Wir machen unsere Kleidung selbst und die Leute finden es gut und merken, dass es so etwas nicht zu kaufen gibt!

Durch diese viel zu häufig in Vergessenheit geratene Erkenntnis freue ich mich jetzt noch mal extra auf den Reigen der Selbermacher_innen, die sich heute hier versammeln.

ACHTUNG NEU!

Wir haben aktiviert, dass man sich nur ins Linktool eintragen kann, wenn man im eigenen Beitrag anhand der tagesaktuellen URL auf den MMM verweist. Bitte baut also folgenden Rücklink in Euer Posting ein: 

memademittwoch.blogspot.com/2014/05/me-made-mittwoch-am-28-mai-2014.html

Das ist ab jetzt immer so, erspart uns hömmeleviel Arbeit und macht uns zu entspannteren Menschen ;) Danke!

Jetzt aber! Los geht’s!

Verliebt ins Wochenende

Nachdem ich letzte Woche ab Sonntag früh in einen grippeähnlichen Krankheitszustand fiel und ich nächstes Wochenende zu Geburtstagsfeierlichkeiten nach Berlin reise, war dieses Wochenende folgendermaßen geplant: Pause, Essen, Glitzer, Sonne. Hat geklappt! Tolles Wochenende.

Ich habe ein Konzert besucht, muckelig geschlafen, ein Oberteil genäht (nicht für mich und am Ende dann auch noch zu klein, Mist). Ich war auf dem Markt, habe Geburtstagskaffee im Marianne getrunken (da war ich schon mit Meike), spontan zum CL-Finale-Dinner geladen und einen wunderbaren Abend mit Freund_Innen, Quiche, Salat und Ooohs! und Aaahs! verbracht. Und wir wollten doch Elfmeterschießen. Mann!

 

Foto 1The Portrait Blouse aus Bettwäsche

Am Sonntag gab’s Sonne, Kaffee und Knopfannähen auf dem Balkon, Europawahl, Eisessen und Photosession (MMM!), einen Spaziergang an die Weser, ein bisschen Abhängen am Osterdeich mit guten Gesprächen. Und abends habe ich noch ein Schnittmuster kopiert, Tatort geguckt und gestrickt.

 

Foto 2Picknick

 

Foto 3Am Osterdeich mit Blick auf die Weser

Foto 4Wochenendausklang

 

Alles ganz wunderbar schön.

Gerade ist mir dann aufgefallen, dass ich auch was vergessen habe, zu machen. Das einzige, was irgendwie so richtig notwendig war: meine Steuererklärung. Hust. Naja…

Me Made Mittwoch am 14. Mai 2014

Manchmal hat man ja Pech und Glück zugleich und die Konferenz, auf der man weilt, ist kackig und man geht am letzten Tag nicht hin. Dann kann man ganz unverhofft doch beim Me Made Mittwoch mitmachen. Weil man nämlich zufällig auch noch das neue Kleid anhatte.

Das neue Kleid ist für die meisten von Euch ein alter Hut, aber ich bin ja ganz neu im Jersey-Wunderland und freue mich immer noch an den schnell zu nähenden und gemütlichen Knotenkleidern (hier meine erste Version inklusive Schnittangabe). Den Stoff habe ich am Maybachufer gemeinsam mit Cat ausgesucht, ein dünner Viscosejersey mit braun-weißen Blüten auf schwarzem Untergrund. Passt zu braun und schwarz, sehr praktisch!

 

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Na, wer ist denn da mit auf dem Photo? Ein paar von Euch kennen mein pinkes Pony schon, das seit dem letzten Dezember bei mir wohnt. Ich habe jahrelang auf die Frage nach einem Geburtstagswunsch mit “ein pinkes Pony” reagiert und zahlreiche Varianten aus Stoff und Plastik bekommen, aber noch nie ein so liebevolles und riesiges Exemplar. Ich bin bei meiner Feier vor Lachen fast die Treppe runtergefallen. Nun teilen wir uns also die Wohnung und es sitzt in meiner bevorzugten Sommer-Photo-Ecke (da ist auch vor 7 Uhr morgens schon Licht), deswegen sind wir heute gemeinsam auf den Bildern.

DSC02318

Wie man vermutlich sieht, habe ich den Ausschnitt ziemlich entschärft, denn ich trage das Kleid auch bei der Arbeit, da ist es mir lieber, nicht auf meine Brust achten zu müssen.

DSC02322Wir so, voll in love.

 

Wiebke passt so schön zum pinken Pony. Und unsere Kleider sind sich auch farblich sehr ähnlich, stellten wir heute fest. Ob das ausreicht, um sie zu einem Besuch zu überreden? Also heute Abend?

Sonntags-Notizen

Diese Woche habe ich mit Cat über Freizeitgestaltung gesprochen und heute bin ich aus Überzeugung und mit Verve radikal unproduktiv, ich sitze in Schlafi und Morgenmantel am Esstisch, gucke alte Serien, google nach Erdbeereis-Rezepten und überlege, was ich als nächstes essen kann. Eigentlich will ich aber zwei Schnittmuster kopieren, bügeln, aufräumen, Knöpfe annähen und putzen. Haha! Mach ich jetzt einfach nicht.

Gestern Abend war ich auf zwei Konzerten. Das erste war geplant, das zweite nur Zufall. Zunächst waren wir bei Zaz, es war sehr schön, ihre Stimme ist einfach umwerfend und die Frau hat Energie für 100. Krass! Leider hat sich das Bremer Publikum wenig begeisterungsfähig gezeigt und hat sehr auf norddeutsch gemacht. Zaz hat eine Vorliebe für Kalender-Weisheiten, die sie zwischen ihren Stücken vorträgt (sehr niedlich erst auf französisch und dann auf deutsch). Die Esoterik-Nummer war nicht so meins, aber ansonsten war es ein wirklich toller Abend! Das zweite Konzert war dann bei einer Party, die Band Diazpora hat mich total umgehauen. Wir haben getanzt wie die Irren und trotz flacher Schuhe (manchmal bin ich voll vernünftig) bin ich heute ein bisschen fußweh. Ein tolles Argument für die heutige radikale Unproduktivität!

Beim Zaz-Konzert hat Freundin B. die leeren Bierbecher in ihre Hosentasche gesteckt, damit wir auch angemessen klatschen können. Dabei ist mir klar geworden, dass ich wohl ein Konzert-Kleid brauche, mit Taschen, so wie diese. Aus welchen Stuationen sich alles Kleiderwünsche ableiten lassen… Beeindruckend.

Am Mittwoch war ich für die Arbeit in Cuxhaven und das erste Mal, seitdem ich in Bremen wohne, an der Nordsee. Shame on me. Ich war dann auch nur 5 Minuten am Meer, denn es regnete und ich musste ja eigentlich auch arbeiten. Und das Meer war auch gar nicht, dafür sehr viel Watt. Hat mir gut gefallen, mach ich wieder! Aber wo muss ich denn hin, wenn ich in der (deutschen) Nordsee baden will? Deswegen fahr ich doch ans Meer. Ich bin verwirrt.

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Ich weiß nicht, wie es bei Euch ist, aber ich frier mich kaputt.

Mist, ich hab heute früh meinen Unproduktivitäts-Vorsatz gebrochen. Ich hab meinen Kleiderschrank auf- und ausgeräumt. Ein paar Sachen müssen weg, es gibt doch einige Sachen, die schon lange nicht mehr das Sonnenlicht gesehen habe. Und nachdem ich gestern neue Schuhe beim Kleiderkreisel bekommen habe, die ich ganz toll finde, ist die Nutzung meines Accounts zur Stauraum-Schaffung auf der Liste. Schade, dass sich das mit meinem Rumgammel-Wunsch beißt.

 

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Sehr hübsch: Zaz singt gestern ihren Song “Si” und ich denke an Strickjacken.

 

 

So. Ich muss wieder ruhen! Macht es gut!

 

Me Made Mittwoch am 7. Mai 2013

Letzte Woche habe ich einen wichtigen Arbeitsschritt beendigt (und ich habe es gar nicht gefeiert vor lauter Kaputtsein, damn!) und Ihr müsst mir alle feste die Daumen drücken, dass das erfolgreich endet. Bitte. Jetzt ist es gerade eigentlich ziemlich muckelig im Büro, wenn nur nicht diese Stapel auf meinem Schreibtisch warten würden (und der Chef nicht ab und an “Habilitation, Kirsche, los jetzt” murmeln würde). Aber ich arbeite einfach ganz gemütlich alles ab, versuche, die Knatschereien meiner Studierenden zu ertragen (“keiner hat uns gesagt, dass wir englische Texte lesen müssen” -> ich mach demnächst Zettel, was Studium alles bedeutet und lasse das von den Eltern unterschreiben) und befinde mich die Hälfte der Woche in Sitzungen oder bei auswärtigen Terminen.

Aufgrund der Zeit zeige ich also nur schnelle Photos von einem ganz und gar alltäglichen Outfit. Der Rock ist eine nachgemachte Version von einem Jeans-Kaufrock in petrolfarbenem Babycord*, die Bluse ist aus einer Knip (August 2012, Modell 22) und aus Flohmarktbettwäsche. Hier habe ich das Outfit schon einmal gezeigt (und ich sehe, dass es mit Bluse im Rock deutlich besser aussieht).

Foto 1

Die Bluse hat kurze Ärmel. Und ich trage sie fast nicht – eigentlich blöd, ich sollte das mal ändern. Aber wenn ich Röcke anziehe, kombiniere ich sie häufig mit Jersey-Oberteilen, die sind so wunderbar bequem.

 

Foto 2

Beim Me Made Mittwoch begrüßt uns heute Meike in schönem Rot. Das tut wirklich gut, denn der Norden macht heute auf grau. Wie ist es bei Euch so? Heute Abend schau ich mir Eure Frühjahrsgarderobe an und versuche, daraus die aktuelle Wettersituation Deutschlands abzuleiten. Wer wohnt den wohl im äußersten Westen (Cati, aber die macht gerade Pause), Norden, Osten, Süden? Wir bräuchten eine Nähnerd-Karte! Und eine Stoffmarkt-Karte!

* Der Rock ist schon so alte, da hab ich noch ein Futter eingenäht. Wie Ihr seht gibt es also auch eine Art Näh-Progredienz (das Wort hab ich gestern von einer Kollegin gelernt), mit zunehmender Erfahrung werde ich immer fauler (und überhaupt, wofür gibt’s denn Unterröcke?).

Me Made Mittwoch am 30. April 2014

Salut liebe MeMade-Damen,

das virtuelle Kirschen-Haus ist im Moment etwas vereinsamt, nicht mal die Beiträge zum Untendrunter Sew-Along habe ich geschrieben, weil ich so viel unterwegs bin. Aber immerhin so, dass ich letzte Woche bei Cat war und ein paar tolle Stunden neben meinem Konferenz-Aufenthalt in Berlin hatte. Dass das für diesen Beitrag relevant ist, liegt nicht nur daran, dass Cat Nähnerd ist und ich sie durch’s Bloggen kenne, sondern wird weiter unten noch mal deutlich. Cliffhanger, der direkt wieder aufgelöst wird. Ist doch gut, oder?

Ich hab in den letzten Wochen einiges hergestellt, aber keine Photos machen können (und dann bekleckert, Ihr kennt das… Kennt Ihr doch, oder?), daher trage ich zu unser mittwöchlichen Runde ein altes Kleid, das ich vor zwei Jahren genäht habe. 2012 war das mein Lieblingsschnitt, ein Kleid aus der Mai-Ausgabe der 2012er Knip, hier seht Ihr die erste Version und es folgten zahlreiche andere. Das Matrosinnenkleid zeigte ich zum ersten Mal im Juni und es besteht aus den Resten meines Disputationskleides, das ebenfalls nach diesem Schnitt entstand und schon in zahlreichen wichtigen Situationen dabei war. Frei nach dem Motto: Wenn du die Doktorprüfung darin überlebt hast, schaffst du das andere bestimmt auch. Nun also (mit Dank an E., die mir ihre weiße Bürotür zur Verfügung stellt, mich photographiert und vor allem sonst auch ganz toll ist <3)

 

Foto 1

 

Na, wer hat denn da die Streifen nicht ordentlich aneinander genäht?

Foto 2

 

Und hier der Relevanz-Beweis für meine Cat-Erwähnung. Die hat mir nämlich liebenswerterweise ein Jackett überlassen, das sie genäht hatte, um ihr Cord-Trauma zu überwinden. Ich sag mal so. Mit diesem Kleidungsstück hat es nicht geklappt – zu meinem Glück, denn jetzt gehört es mir! Und ich trage es seit Samstag ununterbrochen. Dazu gab es auch noch eine Brosche, die ich – großes Geschluchze juliseits – am Wochenende verloren habe. Ich habe keine Ahnung wo, aber sie ist weg. Manno. Ich versuche aber, sie noch einmal zu ergattern, denn sie war total toll. Rot mit Glitzer – noch Fragen? Nein, oder. Och, Mann.

 

Foto 4

Damit verabschiede ich mich nach einem langen Tag directement ins Bett und freue mich, morgen meine Runde durch die Blogs anzutreten, die auch beim MMM mitmachen! A plus!

Me Made Mittwoch am 16. April 2014

Der Semesterstart bedeutet wieder eine späte Heimkehr am Dienstag Abend und flüchtig getippte MMM-Beiträge. Ich hatte im Januar geschrieben, dass ich 2014 endlich mal Jerseykleider nähen müsste und habe ein Nähkränzchen mit Dodo im März zum Anlass genommen, um sie um ihren Rat bezüglich Knotenkleider zu fragen. Und da hatte ich eine kompetente Ansprechpartnerin, denn ich konnte bei Dodo zu Hause direkt drei verschiedene Varianten des Knotenkleides testen. Leider weiß ich nicht mehr genau, um welche Schnittmuster es sich handelte, aber gemeinsam entschieden wir, dass eine Version aus der Sabrina (Heft 1, Jahr 2011, Modell 25) die für mich passendste sei.

Foto 3

 

Der Stoff stammt von stoffe.de und wurde von Meike bereits vor einiger Zeit vernäht. Sie hatte ihn auch entdeckt und ich durfte nachkaufen. Ich habe ihn nun schon eine Weile hier liegen und war ganz heiß darauf, ihn zu vernähen, denn das Muster find ich wirklich toll. Ich habe am Schnittmuster sicherheitshalber ein bisschen an der Hüfte zugegeben und den Ausschnitt mit ein paar Stichen per Hand etwas verharmlost (ist immer noch recht tief, wenn Ihr mich fragt). Zuschneiden musste ich übrigens eine 42. Nach etlichen Monaten mit amerikanischen Schnitten und subjektiv bedeutungslosen Größen (8 oder 10) und völliger Entfremdung von Kaufkleidungs-Größen fand ich das ein bisschen irritierend, erinnerte mich dann aber, dass das schon früher mit Burda-Größen so war.

 

Foto 1Ich mag diesen Schnitt gerne, auch wenn ich der letzte Mensch im Nähuniversum bin, die ein Knotenkleid genäht hat. Manchmal dauert es eben ein bisschen, eine Webstoff-Frau vom Jersey zu überzeugen. Ich finde es schön, ab und an mal ohne Petticoat unterwegs zu sein. Das Knotenkleid trägt sich wie ein Jogginganzug, aber wisst Ihr ja schon längst… Wie hier gezeigt, habe ich ein bisschen Jersey auf Vorrat gekauft, gewaschen ist er schon und einen weiteren Schnitt hat Cat mir am Wochenende mitgegeben. Es kann also losgehen, auch wenn ich an Ostern erst einmal etwas für ein nahendes (huch in anderthalb Wochen schon!) Familienfest nähen möchte.

Und hier ein Beweis für mein zweites 2014-Ziel, es strickt. Freundin E. war von meiner Konzentration derart “beeindruckt” (*hust*), dass sie eine ganze Photoreihe von der leicht verkrampft strickenden Pendlerin machte. Mühsam ernäht sich das Eichhörnchen, sag ich mal.

 

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Nun aber auf zum MMM mit Lucy, die heute unter anderem (unfreiwillig) mit der Bundeskanzlerin posiert.

 

 

Berlin-Wochenende

Ich schicke die besten Grüße aus Berlin, wo ich mein Wochenende verbringe. UND ZWAR GANZ OHNE NÄHMASCHINE! Ich bin mir ziemlich sicher, sie von Bremchen aus bis hierher schluchzen zu hören, mein armes Baby. Aber Schätzchen, wenn du das hier liest – ich bring dir was Feines mit, du musst also nicht traurig sein, okay?

Natürlich war ich auch am Maybachufer. Cat und ich haben mit Kaffee und Saftschorle gestärkt die Stände abgeklappert und nach Jersey gesucht. Jersey? JA! Mein erstes Nähnerd-Ziel für 2014 ist erreicht, ich habe ein Knotenkleid genäht, liebe es und brauche mehr davon. Die sind ja so bequem! Warum hat mir das keine gesagt? Warum habt Ihr mich nicht gezwungen, was aus Jersey zu nähen? Zum Knotenkleid gibt es Mittwoch mehr, jetzt zurück zum Marktbesuch. Ich hatte schon einen Streifenjersey gekauft, fand einen weiteren und fragte Cat, ob ich den auch noch kaufen dürfe und sie verneinte. Als ich sie dann fragte, ob ich die schwarz-weißen Streifen denn mitnehmen könne, wenn ich zusätzlich diesen Blumenjersey kaufte, sagte sie mit der größten Selbstverständlichkeit “na klar!”. Womit mal wieder gezeigt wurde, dass im Nähnerd-Universum andere Regeln gelten als außerhalb. Liebe Menschen ohne Stoffschrank: ich kann nix dafür, akzeptiert es. Hier die Jersey-Beute:

 

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Freitag Abend war ich mit Lucy, Melleni, Nina, Lottie und Dodo aus. Ein Teil von uns blieb recht lange und wiederum ein Teil des Teils hatte morgens schwer zu kämpfen, um aus dem Bett zu kommen.

Dieser spezielle (ansonsten zumeist recht pflegeleichte) Teil fuhr gegen Mittag zu Nina ins Nähkontor in die Bötzowstraße und kaufte Knöpfe. Leider ist dieser spezielle Teil auch ziemlich vergesslich, deswegen mussten die Knöpfe ohne Stoffprobe ausgewählt werden. Ein demnächst anstehendes familiäres Fest bekommt nämlich ein grünes Kleid genäht. Und auch wenn Emerald eigentlich voll 2013 ist, bin ich derzeit doch ziemlich grünfixiert (andere waren da fixer).

 

Foto

Und hier die Ergebnisse meines Knopfkaufes:

 

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Ganz nebenbei hat Cat mich noch überredet beim “Untendrunter” Sew-Along mitzumachen, den ich eigentlich schlabbern wollte. Zu viele andere Nähpläne, zu wenig Freizeit und das Wissen darum, dass ich es bislang NIE schaffte, den Zeitplan einzuhalten. Dann war der Dialog folgendermaßen:
Cat: Machst du eigentlich beim “Untendrunter” Sew-Along mit?
Juli: Ich glaub nicht. Ich hab so viel anderes [blablabla]
Cat nickt verständnisvoll
Juli: blablablabla
Cat: Ich kann dir meinen abgepausten Schnitt geben, das sind nur vier Schnittteile.
Juli: Okeh!

Die beiden gehen glückseelig lächelnd von der Bühne ab.

Ich bin dann wohl dabei. Heute geht’s ja schon los!

Meine Wochenenden hier sind immer ganz toll, heute Abend gehe ich beispielsweise noch mit Wiebke zu einem Konzert. Internetfreundinnen sind eben richtige Freundinnen, auch wenn der Start ein bisschen anders ist als bei üblichen Beziehungen. Andererseits guckt mittlerweile doch auch niemand mehr komisch, wenn man seinen Partner oder seine Partnerin so kennenlernt. Oder? Egal, ich weiche ab. Hier ist es schön. Ich bin gerne hier. Und gestern wurden alle bisherigen Erlebnisse noch in den Schatten gestellt, denn Cat hat mich im Kistenrad mitgenommen. Also: Ich hab in der Kiste gesessen, sie hat getreten! Und weil das so toll war, habe ich ein Video gemacht. Nachdem ich aufgehört hatte, vor Freude zu quietschen…

Kistenrad-Tour from Juli Kirsche on Vimeo.

Jetzt muss ich meine Sonnenbrille auslösen und Kaffee trinken. Habt noch einen schönen Sonntag!

 

 

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