It’s just another…

… manic Monday, oooooaaaah
I wish it was Sunday!

Nach einem bezaubernden Familien-Wochenende und einer verf**** Drecks-Bahnfahrt starte ich diese vorletzte Semesterwoche mit Müdigkeit und Entnervung. Jedes Semster. Immer das Gleiche. Nächste Woche kombiniert sich die Klausurenphase mit kollegialen Schwierigkeiten und ich überlege, mir einen Stinkefinger ins Dekolleté tätowieren zu lassen. Um das nächste Zugfahr-Hochzeitsfeier-Juchu-Freizeitstress-Wochenende zu entzerren und meine Wohnung noch mal zu putzen, wollte ich eigentlich Freitag und Montag Urlaub nehmen. Nacheinander wurde dann klar, dass ich an beiden Tagen in der Pampa sein muss, und ich ersticke meinen Frust in Schokolade. Oah. Ich lern das noch alles, irgendwann.

Wegen einer besorgten Nachfrage: Dem pinken Pony geht es sehr gut, es wohnt immer noch in seiner Ecke.  Heute früh machte ich die Photos für den letzten MMM vor der Sommerpause und da ist es wieder drauf. Es wiehert fröhlich zum Gruße!

Morgen halte ich einen wichtigen Vortrag und vor lauter Hektik komme ich kaum vorwärts. Springe von A nach B. Und schreibe Blogbeiträge. Na, prima.

Auch wenn ich bei den letzten Sew-Alongs großartig verkackt habe, möchte ich beim Dirndl-Nähen von Julia mitmachen. Und außerdem werde ich auch noch meinen Badeanzug für Lottis Badenixenclub nähen, immerhin sind schon die Schnittteile aneinander geklebt. Und der Werdersee winkt! Ich plansche doch so gerne!

Letztens veröffentlichte die wunderbare Fee ein Buch und kaufte sich zur Belohnung eine dieser 1a amerikanischen Küchenmaschinen. Als ich mein Buch letztes Jahr veröffentlichte, weinte ich ein wenig. Vor Erschöpfung und ob der Tatsache, dass ich 3000 Euro dafür zahlen musste. Jetzt ist aber Geld von der VG Wort gekommen und ich finde, es ist eine Belohnung fällig. Vorschläge bitte in den Kommentaren. Danke.

Ich erwähnte das Wochenende bereits, zu dem die gesamte Familie (to be precise: erweiterte Kernfamilie) anreiste und die Gegend um den Drachenfels unsicher machte. Meine neuen roten Clogs waren die perfekten Begleiter <3

Foto 1Zahnradbahnfahren.

Foto 2

Trotz bewölktem Himmel hatten wir eine tolle Aussicht und konnten sogar den Kölner Dom sehen.

Sneak Peek: neues Kleid.

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Auf der Rückfahrt dann ein längerer Aufenthalt in Köln dank verspätetem Zug. Während ich am Hauptbahnhof stehe, wundere ich mich ein wenig über die doch sehr bunte Vielfalt der Kleidung, verbuche es aber unter einem halb geseufzten “oah, Köln…” und merke erst deutlich später, dass ja CSD war. Bei den pinken Elefanten mit Glitzer-BHs hätte ich möglicherweise stutzig werden können, aber hey…

Me Made Mittwoch am 2. Juli 2014

DSC02404Das heutige Kleid teilt ein ganz ähnliches Schicksal wie mein Badeanzug- und Unterwäschestoff. Es sollte im Rahmen eines Sew Alongs entstehen – dem Himmelfahrtskommando von Steffi und Alex – und ward dann lange nicht gesehen. Irgendwie führen diese Termine relativ konsequent dazu, dass ich etwas anderes nähe als das eigentlich so dringlich benötigte Lemming-Stück.

Gerade ärgere ich mich ehrlich gesagt ziemlich, dass ich den Bombshell, den ich für Lottis tollen Badenixen Sew Along geplant habe, noch nicht genäht habe, ich könnte ihn am Wochenende prima gebrauchen. Aber vielleicht schaffe ich es ja, wenn ich Donnerstag und Freitag Abend daran nähe? Mmh? Was sagen die anderen?

Irgendwann im September 2013 beendete ich das Kleid und kündigte direkt an, dass es kein Lieblingsstück geworden ist. Das hat sich auch nicht geändert, aber es ist ein okayes Alltagskleid geworden:

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Wiebke zeigt heute im MMM-Blog ein total schönes Kleid aus einem wunderbaren Stoff. Leider ausverkauft sagen meine äußerst zuverlässigen Quellen. Mist.

Me Made Mittwoch am 25. Juni 2014

Vor einiger Zeit schenkte ich meiner Freundin S. eine Portrait Blouse aus Gertie Hirschs Buch. Leider war sie sowohl dem Geburtstagskind als auch mir zu eng (bei einer Anprobe knapp zwei Stunden vor dem Geburtstagskaffee hatte ich mich so in dem Ding verkeilt, dass ich kurz dachte, ich käme nur mit einer ausgekugelten Schulter wieder raus…).

 

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Um mich langsam an die richtige Größe heranzutasten – sowohl für mich als auch für die größere und schlankere Freundin (ähäm. Frechheit!) – machte ich eine Version aus einer elastischen Baumwolle, die ich mal vom Maybachufer mitgebracht habe. Und wie schön, diese Portrait Blouse passt uns beiden! Zusammen mit meinem Lieblings-Tellerrock ist die Bluse, die jetzt eher ein Shirt geworden ist, ein praktisches Alltags-Outfit. Und wenn man lange, lange braucht, um den defekten Reißverschluss im Rock auszutauschen, fühlt es sich fast an, als hätte man auf einmal ein neues Kleidungsstück.

DSC02395Ein Photo mit ganzem Kopf war irgendwie nicht drin, aber dafür sind meine neuen Clogs angekommen. Und ich liebe sie gar sehr. Und sie passen auch zu Meikes Tellerrock, den sie heute auf dem Me Made Mittwoch-Blog präsentiert. Ob da was geht?

Me Made Mittwoch am 18. Juni 2014

Gestern Abend ging es mir auf einmal gar nicht gut und ich entschied, nicht am heutigen Me Made Mittwoch teilzunehmen. Nach einer Nacht mit häufigen Badezimmerbesuchen (yay!) geht es mir jetzt deutlich besser, weil keine Übelkeit mehr, aber ich bin schlappi galore und deswegen nicht in der niedersächsischen Weite, sondern im Bett. Und da ich eine kurze Schlafpause machen, kann ich ja auch noch meine bereits am Montag geschossenen Bilder posten.

Ich habe ja bereits vom Hortensienhütchen berichtet und es passt in eine derzeitige Farbkombinationsvorliebe, ich nenne es mal das Vergissmeinicht-/Hortensien-Spektrum, also blau-lila-flieder. Ich hab da zum Beispiel  seit Wochen einen blauen Stoff für einen Sommermantel nach Gertie liegen (aber das Schnittmuster noch nicht kopiert, ich bin da wie Melleni), den ich mit Schrägband und Knöpfen in hellem lila kombinieren will.

Dazu passte ebenfalls eine hellblaue, stretchige Baumwollen mit Struktur, die ich auf unserem Crew-Ausflug in Franken kaufte und am Sonntag mit einer kragenfreien Variante des McCall’s 6833 zusammenbrachte. Da ich mich vor der Kombination aus Stretch, Kellerfalten und meinem Körperbau ein wenig fürchtete, habe ich den Rockteil durch meinen Standardtellerrock ersetzt, der wiederum eigentlich vom Vogue-Kleid V1102 stammt. Die Ärmel haben im Original ebenfalls eine Falte, die ersetzte ich durch meine liebsten kurzen Ärmel (siehe hier, Knip Mai 2012). Um das präferierte Farbspektrum dann auch aufzugreifen, habe ich den Saum und die Ärmel mit fliederfarbenem Schrägband versäubert.

Foto 3Sorry, nur Handyphotos, ich brauche dringend einen neuen Akku für meine Kamera.

Foto 4

Foto 1Und noch ein work in progress-Bild, dafür aber mit Hütchen.

Ich mach mir jetzt mal einen Tee und döse eine Runde, bevor ich mir dann die anderen schönen Selbermacherinnen ansehe, die sich heute unter Mellenis wunderbaren Photos versammeln.

Ich protestiere gegen Montage!

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Hier meine heutigen Gründe:

  • mein Körper hat sich über’s Wochenende 1a an andere Aufstehzeiten gewöhnt
  • die Büromilch ist leer
  • andere Leute verbaseln ihre Termine und ich muss die schlechte Nachricht überbringen
  • ich hab mich gestern in einen Nähflow geschmissen und möchte das jetzt ausleben (neues Kleid und ein weiteres zugeschnitten und 43 neue Ideen)
  • ich hab Kopfschmerzen
  • auf dem Schreibtisch liegen fünf ungelesene Abschlussarbeiten
  • ich hab meine Lieblingsstifte zu Hause vergessen (so kann ich nicht korrigieren…)
  • es ist grau und kalt
  • ich dachte, in der Poststation würden die bestellten Clogs auf mich warten, aber das Statistikbuch hab ich viel eher bestellt und bestimmt ist es das
  • die Wohnung ist aufgeräumt und sauber und ich bin in meinem unordentlichen Büro

Wie man sieht – ich bin insgesamt eher unwillig, die neue Arbeitswoche zu starten, weil das Wochenende so schön war. Das ist ja irgendwie auch ein gutes Zeichen. Ich geh jetzt zum Bäcker und kauf mir ne gemischte Tüte (<3) – noch jemand?

Foto 4neues Kleid! Hoffenlich schaff ich es, für den Me Made Mittwoch Photos zu machen.

 

 

Foto 1Kaffee im Bett. Das mag ich.

Me Made Mittwoch am 11. Juni 2014

Das Wetter erlaubt endlich wieder das Tragen meiner liebsten Sommerkleider (von denen ich dringend mehr brauche, ich merkte es an diesem Wochenende sehr dringlich). Diese liebsten Sommerkleider sind aus alter Bettwäsche (Flohmarkt), sind unfassbar bequem, gut zu nähen, gut zu bügeln, angenehm zu tragen und perfekt, wenn es so heiß ist, dass man schwitzt. Eines davon zeige ich heute beim MMM.

Den Schnitt habe ich zum ersten Mal im Mai 2012 genäht, danach viele weitere Male in leicht unterschiedlichen Variationen. Das heute gezeigte Kleid ist im August 2012 entstanden und seitdem treuer Begleiter an heißen Tagen.

 

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DSC02386 Der Saum, die Ausschnittkante und der Ärmelabschluss mit Schrägband, das geht ganz schnell.

DSC02390Der Unterrock ist ebenfalls selbstgemacht und auch eine Art von Upcycling, denn die Spitze war mal eine Ikea-Gardine.

DSC02392Am Wochenende konnte ich noch ein wunderbares neues Hütchen tragen, deswegen greife ich auf Blütenspangen oder diesen Haarreifen zurück, wenn es nicht zu auffällig sein soll.

Heute zeigt uns Julia auf dem MeMadeMittwoch-Blog ihr wunderschönes selbstgemachtes Outfit! Und kündigt was Tolles an!

Sonne, yay!

Freitag ist ein echter Lieblingstag, denn da ist nicht bald Wochenende, sondern auch Home Office-Tag, was bedeutet, dass ich 3,5 Stunden geschenkt bekomme. Ich erwähnte es bereits – ich hab das Pendeln und die Anstrengungen, die es bedeutet, unterschätzt. Nicht nur dass meine Arbeitstage im Schnitt elendig lang sind; daneben verbringe ich wertvolle Stunden in Zügen oder auf Autobahnen also known as an zugigen Bahnsteigen (Fehler im Stellwerk! Technische Störung! Entgegenkommender Zugverkehr!) oder in Staus. Meine Feierabend sind da oft bescheiden und gehen so: ankommen, Entscheidung, ob sich essen jetzt noch lohnt, nachgucken, ob der Kühlschrank was Schnelles hergibt, rumeiern, ein bisschen aufräumen, noch mehr rumeiern, nächsten Tag vorbereiten, Bett. Kennt ihr schon, hab ich schon oft erzählt? Recht habt ihr. Aber manchmal trifft die Erkenntnis, was das jetzt eigentlich so bedeutet, etwas später ein. Und bei mir tröpfelt es immer noch. Und wenn dann noch ein Wochenende mit langen Fahrten und zahlreichen Zugstörungen hinzukommt, dann find ich das alles doof. Motz, motz. Gut, dass ich das nächste Wochenende zu Hause verbringe, dann geht es schon wieder etwas besser.

Am Wochenende war ich hochzeiten und es war ein tolles Fest! Das frisch verheiratete Paar war glücklich, lachte und ließ sich feiern, es gab einen Burger-Wagen, Hochzeitstorte, offenes Feuer und getanzt wurde auch noch. Ein rundum wunderbarer Abend, den ich sehr, sehr genossen habe. Trotzdem kann ich mit dem Heirats-Gedönse wenig anfangen, das ist einfach nicht meins.

In der niedersächsischen Weite sind Pfingstferien und keiner ist da, bis auf die eine Kollegin, die, naja, also, Ihr wisst schon. Die quatscht im Sekretariat, das kann sie prima. Deswegen muss ich Blogposts schreiben, zum Ausgleich. In meinem Kopf macht das Sinn, in Eurem?

Zur Hochzeit trug ich eine smaragdgrüne Version des Butterick 6018, das ich Euch noch zeigen werde. Es ist meine Lieblingsvariante geworden. Dazu gab Knöpfe vom Nähkontor und ein neues Hütchen von Carolina:

 Foto 11Die mintfarbenen sind es geworden.

Foto 10Das Hütchen nach Fertigstellung im Atelier von Jazzaffine und…

Foto 9zackizack auf meinem Kopf. Ich habe die Gestaltung mit Carolina abgesprochen und jetzt passt es auch zum nächsten Hochzeitsgastkleid, das ich zwar noch nicht genäht habe, für das aber gelber Stoff bereit liegt.

Mein heutiger Lieblingswunsch geht so: Ich wünsche mir eine Bachelor-Arbeit, in der sich keine Nebensätze befinden, die als Hauptsatz ausgegeben werden. Und außerdem hätte ich bitte gerne einen Eiswagen vor meiner Tür. Das pinke Pony, das ich mir nahezu reflexhaft wünsche, habe ich ja schon.

Ich habe Stoff für den Badenixen Sew Along bestellt, uni, mittelblau. Ich bin gespannt! Und ich freu mich auf das noch zu planende Werdersee-Date mit Dodo. Danach gehe ich dann als Frischkäse mit pinker Färbung und tausend Mückenstichen.

In meine Tiefkühlfach zu Hause habe ich am Freitag fünf Eissorten gezählt, das hat mich sehr entzückt. Allerdings wollte ich um 8 Uhr doch lieber frühstücken, so mit Brot und so. Aber man kann ja nicht alles haben, in diesem Moment wünsche ich mir nämlich schon wieder eher Eiscrème denn Brot.

Am Wochenende war ich nicht nur hochzeiten, sondern auch noch bei meiner Familie (was zu den mehr als zwei Stunden Verspätung, die ich am Freitag aus Bremen mitbrachte, auch noch einen ersatzlos gestrichenen Zug einbrachte. Danke, DB, Ihr habt’s raus!). Die gemeinsame Zeit nutzten wir unter anderem zum Mau-Mau-Spielen. Das hab ich schon ewig nicht mehr gemacht und es war sehr lustig, denn die eingeschliffenen familiären Verhaltensmuster überdauern die Zeit. Und ich sag mal so: wenn Ihr was gegen’s Pfuschen habt, solltet Ihr nicht gegen mich spielen.

Draußen scheint weiterhin die Sonne, ich sitze weiterhin im abgedunkelten Büro, beende jetzt meine Mittagspause und widme mich meiner eskalationsfördernden Korrektur. Drückt mir die Daumen für ein paar Hauptsätze!

 

Badenixen Sew Along: Es geht los!

In diesen Sommerferien werde ich nicht verreisen, deswegen habe ich definitiv einen neuen Badeanzug verdient – ist doch logisch, ne? Denn im nahen Werdersee will ich schießlich nicht wie die letzte Wurst aussehen. Mein Hautton ist ja meist schon nahe an Frischkäse, das muss definitiv reichen.

Badenixe

Lottis Badenixen Sew Along kommt da wie gerufen! Danke <3 Heute ist unser erstes offizielles Treffen und darum geht’s:

Welcher Stoff? Welcher Schnitt? Wo kann ich am besten bestellen? Welche Empfehlungen gibt es bereits? Was brauche ich eigentlich alles? Ich habe schon erste Ideen und könnte mir folgendes Modell/Stoff/Zubehör vorstellen. Ich habe bereits Material Zuhause und lasse mich noch inspirieren. Ich habe folgende Schnitte bereits zur Verfügung und kann mich nicht entscheiden. Was meinst ihr, welches Modell besser zu mir passt? usw.

Zunächst wollte ich einen Bikini nähen, habe mich dann aber aufgrund von Passformsorgen (Oberweite…) dagegen entschieden und bleibe ganz klassisch (und nicht gerade avantgardistisch) beim Bombshell, den die halbe Nähbloggerinnen-Szene schon letztes Jahr unter Katharinas Anleitung genäht hat. Sicher ist sicher ist hier mein Motto. Und gleiches gilt auch für die Stoffauswahl. Zwar ist sewy nicht gerade billig, aber ich will etwas praktische, das schnell geht, also werde ich auch dort bestellen. Ich hab mich allerdings noch nicht so richtig für einen entschieden.

Nach einem zauberhaften aber auch arg reiselastigen Wochenende werde ich mich jetzt auf’s Sofa hauen und schauen, was die anderen so in den nächsten Wochen machen! Zu finden sind wir bei Lotti!

MMM im Partydress

Am Wochenende fand eine bezaubernde Party statt, zu der auch einige Nähnerds kamen. Dankenswerterweise spendierte die letzte Woche einen (bundesweiten!) Feiertag, den einige von uns nutzen, um noch ein Partykleid zu nähen. Ich auch. Guter Feiertag!

Ich hab ausnahmsweise noch mal ein neues Schnittmuster ausprobiert, nämlich das McCall’s 6833. Die Trägerversionen sehe ich nicht so richtig an mir, aber die Kragenlösung verzauberte mich auf der Stelle. Und ich hatte vor einiger Zeit einen Stoff gekauft, den ich mir dazu sehr gut vorstellen konnte, nämlich diesen hier:

 

IMG_2126(Lustigerweise war der Stoff in meinem Kopf grundständig blau mit eher tomatenroten Beeren. Äh ja. Cat hat ihn auch schon vernäht, guckt mal hier)

Allerdings hatte ich viel Stoff gekauft und das Modell D verbraucht nur 1,4 Meter, das war viel, viel zu wenig. Mein schöner Stoff! Verschwendung! Also habe ich mich entschieden, das D-Oberteil mit dem C-Rockteil zu verbinden, was natürlich auch meiner Vorliebe für weite Röcke entgegen kommt.

 

M6833

 

Nun also zum Ergebnis.

 

DSC02383Gemeinsam mit dem pinken Pony.

DSC02384Wie man sieht, wird das Rockteil in Falten gelegt, mit einer großen Kellerfalte vorne.

Nach einigem Hin und Her habe ich mich entschieden, das Oberteil – wie im Schnittmuster vorgesehen – zu füttern, damit bin ich jetzt auch eingermaßen zufrieden. Auch die Ärmel findel ich nett, auch sie haben eine Art Kellerfalte. Geändert habe ich folgendes: den Reißverschluss habe ich in die Seite verlegt. Die Taille ist deutlich höher als im Original, nämlich da, wo meine Taille ist. Dadurch musste ich das Rockteil deutlich verlängern.

Was ich hätte ändern sollen und mir für’s nächste Mal merke: Das Oberteil kann an der Taille deutlich enger. Man sieht ja auch auf den Photos, dass es bauscht. Ohne Gürtel kann ich das Kleid meines Erachtens nicht tragen. Die Falten werde ich beim nächsten Mal weglassen und dafür das Rockteil kräuseln (wie bei meinem Lieblingsschnitt). An der Brust muss ich zudem etwas an den Abnähern machen. Da habe ich bei der hier gezeigten mit ein paar Stichen per Hand gerettet, aber das geht auch eleganter.

Und schaut mal, ds neue Kleid passt auch zum ewigen Strickprojekt:

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Und hier noch ein Bild der Frisur, die Lotti für mich zur Party gezaubert hat – vielen Dank <3

P1040198Heute zeigt Lucy auf dem MMM-Blog ihr schönes Pagodenkleid, das scheinbar auch zum Wimmelbuch taugt.

Me Made Mittwoch am 28. Mai 2014

Guten Morgen, liebe Mitnäherinnen und Mitnäher (ich gebe die Hoffnung nicht auf!),

ich (Frau Kirsche) bin heute Gastgeberin auf dem MMM-Blog und freue mich, Euch in sommerlicher Laune begrüßen zu dürfen.

BITTE BEACHTET DIE NEUERUNG, DIE ICH UNTEN BESCHREIBE – MERCI!

Das wunderbare Wochenende habe ich nicht nur genutzt, um die letzten Stiche am heutigen Kleid zu tätigen (Knöpfe!), sondern auch um endlich mal richtige Photos machen zu lassen. Freundin E. ist das schon gewohnt, sie macht auch immer die Bilder an orangener oder weißer Bürotür, aber dieses Mal hatte ich die richtige Kamera mit und wir haben die Bremer Straßen für unsere Session genutzt. Ich kam mir ein bisschen Modebloggerinnen-mäßig vor, das war lustig. Ich bin nicht so ein Riesen-Fan davon, mich in der Öffentlichkeit zum Affen zu machen. Insbesondere, wenn es um offensichtliche Klamotten-Photos geht, bin ich ziemlich unentspannt, weil ich mir so wahnsinnig oberflächlich vorkomme. Zum Glück ist E. die netteste Photgraphin, die man sich so vorstellen kann, lacht alles weg und motiviert mit knackigen Anweisungen (“walk, walk, walk, turn around, NOW! TURN AROUND!” Wir sprechen Englisch miteinander, immer, nicht nur wenn’s um Photos geht). Und die Pein ist es wert, die Photos sind natürlich schöner, als wenn ich morgens zackizack mit dem Selbstauslöser hantieren muss.

Nun aber zum heutigen Kleid, das mal wieder von meine Liebe zur ausführlichen Schnittmuster-Nutzung zeugt, denn es ist die dritte Version des Butterick 6018 (siehe hier und hier) und eine vierte hängt bereits im Schrank. Das heutige Stück hat eine lange Vorlaufzeit. Den Stoff des Oberteils habe ich vor zwei Monaten bei Nina im Nähkontor gefunden. Weil der Stoff bezaubernd schön, aber für ein komplettes Butterick mit einem Verbrauch von knapp 3 Metern ein bisschen zu teuer war, habe ich die Rockbahnen aus einem einfachen Baumwollleinen vom örtlichen Stoffhändler genäht.

Beim Rockstoff musste ich auf ein etwas zu kräftiges rot zurückgreifen. Das passende (etwas ausgeblichen wirkende) gab es leider nicht, aber das fällt nur auf, wenn man genau hinschaut. Diese Nachlässigkeit musste ich bei der Knopfauswahl nicht hinnehmen. Im Nähkontor gibt es wirklich jede Farbschattierung, da bleiben keine Wünsche offen.

Genäht habe ich den ersten Teil des Kleides gemeinsam mit Dodo während meiner Urlaubstage in den Semesterferien. Nachdem die ersten beiden Versionen immer ein wenig zu weit waren, habe ich dieses Mal auf die korrekte Einhaltung der Nahtzugabe geachtet und siehe da, das Oberteil dürfte enger nicht sein, denn die dünnerBaumwolle gibt kaum nach. Wie immer habe ich das Rückenteil ein wenig gekürzt und den Schulterabnäher im Rückenteil verlängert. Der Rock ist deutlich kürzer als im Muster angegeben. Den Kragen habe ich dieses Mal abgesteppt, das würde ich aber nicht wieder machen, ohne finde ich es schöner.

Der Preis des Stoffes und die nach Oberteil-Zuschnitt verbleibenden Reste, erforderten zwingend (tihi) den Kauf eines Schrägbandformers (endlich…). Den Zuschnitt und das Bügeln erledigte ich während eines Nähkränzchens mit Freundin K. Das Kleid hat bis zur Vollendung wirklich viele Tage auf Bügeln gehangen.

Ich finde sehr schön, dass man aufgrund der Kontraste die hübsche Taillenführung erkennen kann. Ansonsten ist das Kleid scheinbar ziemlich auffällig, denn ich bin beim Eisessen direkt drei Mal von fremden Frauen (lobend) angesprochen worden. Das hat mich natürlich sehr gefreut! Die meisten sagen ziemlich schnell seufzend “das ist bestimmt selbst genäht, ne?” Ist das nicht total cool? Wir machen unsere Kleidung selbst und die Leute finden es gut und merken, dass es so etwas nicht zu kaufen gibt!

Durch diese viel zu häufig in Vergessenheit geratene Erkenntnis freue ich mich jetzt noch mal extra auf den Reigen der Selbermacher_innen, die sich heute hier versammeln.

ACHTUNG NEU!

Wir haben aktiviert, dass man sich nur ins Linktool eintragen kann, wenn man im eigenen Beitrag anhand der tagesaktuellen URL auf den MMM verweist. Bitte baut also folgenden Rücklink in Euer Posting ein: 

memademittwoch.blogspot.com/2014/05/me-made-mittwoch-am-28-mai-2014.html

Das ist ab jetzt immer so, erspart uns hömmeleviel Arbeit und macht uns zu entspannteren Menschen ;) Danke!

Jetzt aber! Los geht’s!

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