Reisekirsche

Nach einem langen Semester und einem darauf folgenden (unendlich erscheinenenden) Workshop (mit passendem Kleid), habe ich nun seit anderthalb Wochen Urlaub. Ich war ein paar Tage unterwegs und nutze die restlichen, um zum Schuster zu gehen, die Wohnung aufzuräumen und zu nähen.

Begonnen hatte der bunte Urlaubsreigen mit ein paar freien Stunden Mitte August als Wiebke und ihre wunderbare Tochter im Norden unterwegs waren. Neben Essen, Lachen und Prosecco waren wir natürlich auch bei Alfatex, wenn auch mit mittlerem Erfolg. Aber, siehe Beweis, in selbst genähten Klamotten.

Wiebke_Alfatex

Letzte Woche reiste ich dann für zwei Tage ins großartig heiße Madrid und verbrachte das Wochenende im stürmisch-grauen Göteborg (mit der Fähre! Großartig!). Zu allen Gelegenheiten und jedem Wetter war ich in selbst genähten Kleidungsstücken unterwegs, fand sie immer praktisch, ausreichend wärmend bzw. ausreichend kühlend. Ein Leben ohne meine Nähmaschine und die Produkte, die hinten rauskommen, kann und möchte ich mir nicht mehr vorstellen.

Anfang November geht es wieder auf Reisen, dieses Mal etwas länger und ein bisschen weiter und eigentlich ist es auch Arbeit (und wer hat hier eigentlich mit dieser Analogie angefangen?!), nämlich für 5 Monate in die USA für einen Forschungsaufenthalt. Die Antragsstellung war schwieriger und langwieriger als geplant, danach bibberte ich ein paar Monate, denn ein Großteil der Forschungsvorhaben wird nicht gefördert. Vor etwas über einem Monat schickte die Förderinstitution dann die erlösende und sehr erfreuliche Nachricht, dass ich im Programm bin. Seitdem kümmere ich mich um Flüge, Unterkünfte, das Visum (Horror), schreibe Texte für die Ethikkommission, bereite Interviews vor. Und mache Listen, welche Kleider auf jeden Fall mit müssen, welche ganz nett wären, welche hier bleiben können.

Fest steht: auch in den USA werde ich nähen. Derzeit durchstöbere ich die Online-Kleinanzeigen nach einer vernünftigen Maschine, die mich nicht in den Wahnsinn treibt. Und ich überlege, welche Schnittmuster ich mitnehmen will, damit ich ein paar Standards vor Ort habe, wenn ich niemanden kennenlerne, alle furchtbar sind, ich die Interviews vergeige, es andauernd regnet, etc. Die üblichen Sorgen vor Umzügen, auch wenn dieser nur temporär ist.

Habt Ihr Vorschläge? Was würdet Ihr auf jeden Fall mitnehmen? Glaubt Ihr, ich überlebe einen Winter mit minimaler Kleiderauswahl (hier so Wandschrank)? Ob ich es in diesen Monaten schaffe, das Wunschtuch zu stricken? Warum genau sind Koffer so klein?

Mit diesen Fragen im Hinterkopf füge ich einen neuen Tag hinzu und freue mich, wenn Ihr mich begleitet! USA, auf geht’s!

Tansania-Kleid

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Schon vor anderthalb Jahren brachte mein Chef mir aus Tansania einen Stoff mit. Jetzt denkt man ja erst einmal: boah, toller Chef. Ist er auch! Dennoch möchte ich hinzufügen, dass ich ihn mir redlich verdient hatte. Während er nämlich mit einer Kollegin in der Sonne weilte, um mit den Kooperationspartnern die Projektarbeit zu erledigen, saß ich im grauen Norddeutschland und übernahm seine Konferenzplanung (es war der Horror, so viel erinnere ich noch).

Zum Dank also kam er mit einem orange-schwarzen Stoffstück wieder, einem so genannten Kitenge. Ich fand den Stoff nett aber nicht umwerfend (orange-schwarz erinnerte mich arg an Outdoor-Klamotten im Partnerlook) und ich wusch ihn und legte ihn beiseite. Dann irgendwann sah ich (wie Suschna) die neueste Hoschek-Kollektion. Und während ich vorher immer nur grübelnd über dem Stoff saß, weil mir absolut nix einfiel, das ich daraus nähen konnte, war auf einmal klar, dass es mit einem Retro- oder Vintage-Muster prima funktionieren müsste.

Neben der aufkommenden Afrikastoff-Begeisterung unter den Nähnerds, gab es noch einen weiteren motivierenden Faktor: Wir bekamen Anfang Ausgust Besuch von einer Gruppe tansanischer Doktorand_inn_en, die bei uns einen Methoden-Kurs absolvierten. Und während ich dort tagein und tagaus saß, präsentierte, erklärte, diskutierte, fielen mir nicht nur die tollen Hemden und Kleider auf, die die Studierenden trugen, sondern auch, dass eine Studentin immer wieder ein Kleid anhatte, das sehr, sehr nah am Paspelkleid war. An DEM Paspelkleid. Das ich immer mache. Bingo.

Am vorletzten Wochenende nahm ich sonntags dieses Projekt in Angriff. Da der Workshop nur noch zwei weitere Tage geplant war, eilte es ein wenig und ich ballerte das Kleid durch die Maschine. Ohne Paspeln (keine da! keine Zeit! SCHNELLER!). Es wurde fertig, es war zu eng (ähäm), ich ließ an den Seiten und am Reißverschluss raus, was ging, und letztendlich passte es.

Am nächsten Tag ging es im Kleid zum Workshop. Ich war ganz gespannt auf die Reaktionen der Teilnehmerinnen und fast alle sprachen mich darauf an. Von einer Studentin ließ ich mir erklären, was ich da genau verarbeitet hatte: der Stoff (übrigens mit Herkunftsberzeichnung Nigeria, aber wer weiß), den ich verwendet habe, heißt Kitenge. Er wird am Ballen verkauft und kann ganz unterschiedliche Muster haben. Entgegen meiner Annahmen trugen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Stoffe nicht aufgrund ihrer Stammeszugehörigkeit (derer sie sich sehr bewusst sind, nicht so ein Pillepalle wie hier), sondern weil ihnen das Muster gefiel. Die Stoffe kaufen sie auf dem Markt, lassen sie dann aber in einer Schneiderei zu Kleidungsstücken umarbeiten. Vom Kitenge abzugrenzen ist der Kanga, ein Stoffstück, das sich insbesondere zum Wickeln eignet (als Gewand). Dieses zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass es eine Art abgeschlossenes Stoffstück darstellt, das durch einen Rahmen quasi begrenzt wird und als Coupon verkauft wird. Außerdem enthält es meistens noch einen religiösen Sinnspruch.

Foto 2

Foto 3Damals war noch Sommer.

Ich also im Kitenge, mit viel Lob und zahlreichen Beteuerungen, mir zum nächsten Workshop-Termin weitere Kitenges mitzubringen.

Frau Kirsche: vollauf zufrieden.

Dirndl Sew-Along: Stoff- und Schnitt-Entscheidung

Während die Schnitt-Entscheidung schon lange stand, habe ich mich mit dem Stoff sehr schwer gestan. Und das kam so:

Ich wollte einen einfachen und alltagstauglichen Schnitt, der sich in Norddeutschland einsetzetn lässt, ohne dass ich noch mehr auffalle, insbesondere in der niedersächsischen Weite, in der ich unterrichte (ich erinnere hieran).

Für meinen nicht geschulten Blick hatte ich letztens ein Kleid genäht, das ich mit Dirndl-Assoziationen bedachte, nämlich dieses hier:

DSC02412Mein Dirndl wird also ein Butterick 6018 mit Herzausschnitt. Damit ist auch garantiert, dass ich mich nicht vor dem Nähen drücke, weil er mir zu schwer erscheint, das ist praktisch. Um das Ergebnis dann aber auch wirklich dirndlig zu gestalten, sind die Stoffe klassich gewählt:

Der Grundstoff für das Kleid ist schwarz mit einem kleinen Blumenmuster und hierher:

Stoff

Die Knöpfe und der Stoff für die Schürze (eine alte Tischdecke) kommen aus Österreich von diesem Shop:

Knöpfe

Schürze

 

Ich bin gespannt, wann die Materialien hier eintrudeln. Da ich in den nächsten Tagen Besuch von der besten Wiebke aller Zeiten bekomme, habe ich allerdings eh keine Zeit, mich weiter zu kümmern. Statt dessen verweise ich auf die wunderbaren Ideen der anderen Teilnehmerinnen, die sich unter der Regie von Julia auf dem MMM-Blog sammeln.

Sommerkleider

Auf dem Blog passiert gerade nicht so viel, aber dafür sitze ich ganz viel an der Nähmaschine und kann jetzt direkt ein paar Kleider zeigen, die ich in den letzten Wochen genäht habe.

Zunächst habe ich mich vor zwei Wochen mit der lieben Dodo getroffen und einen einfachen Sommerrock genäht (Schnittmuster Simplicity 2224, allerdings habe ich den Schnitt aus der Zeitschrift “Meine Nähmode”). Ich wollte etwas Schnelles, Bequemes und die Taschen lachten mich ebenfalls an. Um den Muckeligkeitsgrad zu erhöhen, habe ich noch ein alten Bettbezug genutzt, den ich mal ersteigert habe.

 

Foto 5Nun ist es so. Man kann den Rock tragen, auf dem Balkon, zum Brötchen holen und am Strand. Das war’s dann aber definitiv, echt. Noch einmal fiel mir auf, dass ein Gummizug zwar herrlich einfach ist, aber gegenüber einem Reißverschluss auch deutliche Nachteile hat.

Aber (ha! Dieser Übergang, da wirste bekloppt!) auch Reißverschhlüsse haben ihre Tücken. Das durfte ich erfahren als ich bei der Hochzeit einer Freundin in ihrem Elternhaus kurz vor der kirchlichen Trauung mein neues Butterick 5707 anziehen wollte. Leider fehlte das Endteil, so dass der Schieber schon auf einer Seite frei schwebte. Mit zitternden und schwitzigen Händen versuchten die Braut, ihre Trauzeugin und ich, das Ding zu reparieren und mussten irgendwann aufgeben. Natürlich hatte ich kein anderes Kleid dabei. Die Trauzeugin verpackte mich mit ca. 15 Sicherheitsnadeln und wir feierten ein wunderbares Fest. Das Kleid mag ich trotzdem, aber ich zeig es Euch dann irgendwann, wenn ich einen neuen Reißverschluss eingenäht habe. Hier aber schon mal ein Hinweis…

 

FotoReißverschluss: auch nicht so einfach.

Dodo gab mir bei unserem Kränzchen auch noch eines ihrer wunderbaren Kleider zur Anprobe und im Anschluss daran ihr zusammengesetztes Schnittmuster, das aus einem Burda-Oberteil (Modell 125 aus 5/2011) und einem Vogue-Rock (V8469) besteht. Das Ensemble ist wunderbar schnell zu nähen und deswegen habe ich mittlerweile schon drei Versionen davon genäht:

 

Foto 1

Das Oberteil besteht aus sieben Teilen und sitzt danke der Prinzessnähte sehr gut. Der Rock wird eingekräuselt und hat eine angenehme Weite, ohne zu viel Stoff zu verbrauchen. Wie eine Irre versuchte ich, die Kräuselungen mit den Nähten am Oberteil übereinander zu bringen und ärgerte mich abwechselnd über mich selbst und  über den Schnitthersteller, bis mir auffiel, dass die Schnittteile ja nun gar nicht zusammengehören. Hust.

 

Foto 2Der Stoff ist aus Berlin und von Wiebke für mich erbeutet.

Eine weitere Version ist aus einem lange gehüteten Stoff und Stil-Schätzchen entstanden.

Foto 3Der Stoff ist sehr dünn und ein bisschen durchsichtig, aber schön luftig.

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Dann wollte ich schon lange einen Stoff vernähen, von dem ich aber vier Meter hatte, also habe ich das Burda-Oberteil noch mit meinem Standard-Tellerrock (V1102) kombiniert. Und ich liiiiieeebe dieses Kleid! Irgendwann zeige ich auch noch ein Tragephoto.

Foto 1

Und noch eine Nahaufnahme vom Stoff, auch vom Maybachufer.

Foto 2

Die letzten Tage habe ich hier die wunderbaren Sommertage und die Breminale genossen. Heute sind wir nach Hamburg gefahren und waren frühstücken und in einer Ausstellung in den Deichtorhallen. Beste Zeit, ich finde die Sommerzeit einfach großartig und habe das nächste Kleid bereits in Planung (B5846). A plus!

Dirndl Sew-Along: Inspiration

Der Dirndl Sew-Along von Julia auf dem MMM-Blog ist mein Sommer-Geschenk an mich selbst, denn natürlich sind die Möglichkeiten, ein Dirndl zu tragen,für jemanden, der sich hauptsächlich in Nord- und Westdeutschland aufhält, eher begrenzt. Trotzdem: erster Reflex – da mach ich mit! Also gut, mal sehen, wie das klappt. Sowohl den Untendrunter als auch den Badenixen Sew-Along hab ich gesprengt, die Vorzeichen stehen also eher Vorsicht bezüglich des Projekt-Erfolges.

Als ich in den letzten Tagen über ein mögliches Dirndl nachdachte, war folgendes für mich klar: Ein echt richtiges mit Mieder und Bluse, das würde ich eh nicht anziehen. Statt dessen wünsche ich mir ein einteiliges Alltagskleid aus Trachten-Stoff, das ich mit einer Schürze dirndlesk verwandeln kann. Ich weiß, das ist so eine Art Gotteslästerung. Ich hoffe, ich kann trotzdem teilnehmen?

Für das Kleid hätte ich gerne einen schwarzen Jacquard, gestehe aber, dass mir bei der kurzen Recherche klar wurde, dass das finanziell vielleicht ein wenig arg wird. Gut. Dann denke ich noch mal nach.

 

JacquardQuelle

Dirndl-Baumwollstoffe mit Streublümchen (z.B. hier) finde ich auch nett, allerdings würde ich auch da zu schwarz tendieren. Die Schürze darf dann ruhig etwas auffälliger sein, mit bunten Stickereien, Applikationen oder Bändern (500 days of sewing hatte ähnliche Ideen sehe ich gerade). Für Stick-Inspirationen habe ich ein Pinterest-Board geöffnet, das hauptsächlich viel zu aufwändige mexikanische Stickereien beinhaltet. Mmh. Ich denke da noch mal drüber nach. Notfalls kaufe ich einen Stoff und nähe daraus die Schürze. Den hier unten finde ich ganz bezaubernd, aber doch ein wenig teuer.

dirndl_blumenQuelle

Vielleicht lässt sich auch eine Stickerei aus einer Tischdecke applizieren? Ich muss mal schauen, ob und wie so etwas funktionieren kann.

Blumen_TischdeckeQuelle

Ich schau mir jetzt mal die anderen Beiträge an, vielleicht wird es dann ja doch etwas ganz anderes. Ich danke Julia für die Idee und Organisation!

Me Made Mittwoch am 9. Juli 2014

Während andere langsam in Vor-Ferien-Stimmung kommen, renne ich mit Hektikflecken durch die letzten Wochen des Semesters in ängstlicher Erwartung der möglichen Schwierigkeiten in der Klausurenphase (z.B. dass in der Klausur alle Formeln durchgestrichen sind: letztes Semester oder gar noch viel schlimmeres, dass ich hier gar nicht schreiben darf: vorletztes Semester). Deswegen gibt es auch keinen Urlaubs-Post, sondern ich zeige ein neues Kleid, das mir diese Stunden versüßt.

Nachdem ich bei Sy Bille eine ganz wunderschöne kragenlose Version des Butterick 6018 gesehen hatte, habe ich mir auch eins gemacht, aus einem Stoff und Stil-Baumwollleinen aus dem Vorrat.

 

DSC02411Man könnte meinen, ich nähe meine Kleider so, dass ich meine roten Clogs dazu tragen kann. Ich widerspreche nicht.

DSC02409Statt der vorgesehenen habe ich meine Lieblingsärmel eingesetzt (von einem Knip-Schnitt). Leicht gekräuselt passen sie gut zum Krägelchen, finde ich.

DSC02410

Mittlerweile trage ich meine Butterick-Versionen alle ohne Petticoat. Das ist eine angenehme Abwechslung, insbesondere wenn es heiß ist. Okay, ist es selten, aber theoretisch könnte es ja mal passieren.

DSC02412Und hier der Beweis: Das pinke Pony ist noch da.

Ich freu mich auf Eure Postings mit und ohne Urlaubsbezug, die Cat auf dem MMM-Blog in blau anführen wird. Und in ein paar Wochen mach ich dann ein Extra-Posting mit meinen Urlaubs-Sachen!

 

It’s just another…

… manic Monday, oooooaaaah
I wish it was Sunday!

Nach einem bezaubernden Familien-Wochenende und einer verf**** Drecks-Bahnfahrt starte ich diese vorletzte Semesterwoche mit Müdigkeit und Entnervung. Jedes Semster. Immer das Gleiche. Nächste Woche kombiniert sich die Klausurenphase mit kollegialen Schwierigkeiten und ich überlege, mir einen Stinkefinger ins Dekolleté tätowieren zu lassen. Um das nächste Zugfahr-Hochzeitsfeier-Juchu-Freizeitstress-Wochenende zu entzerren und meine Wohnung noch mal zu putzen, wollte ich eigentlich Freitag und Montag Urlaub nehmen. Nacheinander wurde dann klar, dass ich an beiden Tagen in der Pampa sein muss, und ich ersticke meinen Frust in Schokolade. Oah. Ich lern das noch alles, irgendwann.

Wegen einer besorgten Nachfrage: Dem pinken Pony geht es sehr gut, es wohnt immer noch in seiner Ecke.  Heute früh machte ich die Photos für den letzten MMM vor der Sommerpause und da ist es wieder drauf. Es wiehert fröhlich zum Gruße!

Morgen halte ich einen wichtigen Vortrag und vor lauter Hektik komme ich kaum vorwärts. Springe von A nach B. Und schreibe Blogbeiträge. Na, prima.

Auch wenn ich bei den letzten Sew-Alongs großartig verkackt habe, möchte ich beim Dirndl-Nähen von Julia mitmachen. Und außerdem werde ich auch noch meinen Badeanzug für Lottis Badenixenclub nähen, immerhin sind schon die Schnittteile aneinander geklebt. Und der Werdersee winkt! Ich plansche doch so gerne!

Letztens veröffentlichte die wunderbare Fee ein Buch und kaufte sich zur Belohnung eine dieser 1a amerikanischen Küchenmaschinen. Als ich mein Buch letztes Jahr veröffentlichte, weinte ich ein wenig. Vor Erschöpfung und ob der Tatsache, dass ich 3000 Euro dafür zahlen musste. Jetzt ist aber Geld von der VG Wort gekommen und ich finde, es ist eine Belohnung fällig. Vorschläge bitte in den Kommentaren. Danke.

Ich erwähnte das Wochenende bereits, zu dem die gesamte Familie (to be precise: erweiterte Kernfamilie) anreiste und die Gegend um den Drachenfels unsicher machte. Meine neuen roten Clogs waren die perfekten Begleiter <3

Foto 1Zahnradbahnfahren.

Foto 2

Trotz bewölktem Himmel hatten wir eine tolle Aussicht und konnten sogar den Kölner Dom sehen.

Sneak Peek: neues Kleid.

Foto

Auf der Rückfahrt dann ein längerer Aufenthalt in Köln dank verspätetem Zug. Während ich am Hauptbahnhof stehe, wundere ich mich ein wenig über die doch sehr bunte Vielfalt der Kleidung, verbuche es aber unter einem halb geseufzten “oah, Köln…” und merke erst deutlich später, dass ja CSD war. Bei den pinken Elefanten mit Glitzer-BHs hätte ich möglicherweise stutzig werden können, aber hey…

Me Made Mittwoch am 2. Juli 2014

DSC02404Das heutige Kleid teilt ein ganz ähnliches Schicksal wie mein Badeanzug- und Unterwäschestoff. Es sollte im Rahmen eines Sew Alongs entstehen – dem Himmelfahrtskommando von Steffi und Alex – und ward dann lange nicht gesehen. Irgendwie führen diese Termine relativ konsequent dazu, dass ich etwas anderes nähe als das eigentlich so dringlich benötigte Lemming-Stück.

Gerade ärgere ich mich ehrlich gesagt ziemlich, dass ich den Bombshell, den ich für Lottis tollen Badenixen Sew Along geplant habe, noch nicht genäht habe, ich könnte ihn am Wochenende prima gebrauchen. Aber vielleicht schaffe ich es ja, wenn ich Donnerstag und Freitag Abend daran nähe? Mmh? Was sagen die anderen?

Irgendwann im September 2013 beendete ich das Kleid und kündigte direkt an, dass es kein Lieblingsstück geworden ist. Das hat sich auch nicht geändert, aber es ist ein okayes Alltagskleid geworden:

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Wiebke zeigt heute im MMM-Blog ein total schönes Kleid aus einem wunderbaren Stoff. Leider ausverkauft sagen meine äußerst zuverlässigen Quellen. Mist.

Me Made Mittwoch am 25. Juni 2014

Vor einiger Zeit schenkte ich meiner Freundin S. eine Portrait Blouse aus Gertie Hirschs Buch. Leider war sie sowohl dem Geburtstagskind als auch mir zu eng (bei einer Anprobe knapp zwei Stunden vor dem Geburtstagskaffee hatte ich mich so in dem Ding verkeilt, dass ich kurz dachte, ich käme nur mit einer ausgekugelten Schulter wieder raus…).

 

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Um mich langsam an die richtige Größe heranzutasten – sowohl für mich als auch für die größere und schlankere Freundin (ähäm. Frechheit!) – machte ich eine Version aus einer elastischen Baumwolle, die ich mal vom Maybachufer mitgebracht habe. Und wie schön, diese Portrait Blouse passt uns beiden! Zusammen mit meinem Lieblings-Tellerrock ist die Bluse, die jetzt eher ein Shirt geworden ist, ein praktisches Alltags-Outfit. Und wenn man lange, lange braucht, um den defekten Reißverschluss im Rock auszutauschen, fühlt es sich fast an, als hätte man auf einmal ein neues Kleidungsstück.

DSC02395Ein Photo mit ganzem Kopf war irgendwie nicht drin, aber dafür sind meine neuen Clogs angekommen. Und ich liebe sie gar sehr. Und sie passen auch zu Meikes Tellerrock, den sie heute auf dem Me Made Mittwoch-Blog präsentiert. Ob da was geht?

Me Made Mittwoch am 18. Juni 2014

Gestern Abend ging es mir auf einmal gar nicht gut und ich entschied, nicht am heutigen Me Made Mittwoch teilzunehmen. Nach einer Nacht mit häufigen Badezimmerbesuchen (yay!) geht es mir jetzt deutlich besser, weil keine Übelkeit mehr, aber ich bin schlappi galore und deswegen nicht in der niedersächsischen Weite, sondern im Bett. Und da ich eine kurze Schlafpause machen, kann ich ja auch noch meine bereits am Montag geschossenen Bilder posten.

Ich habe ja bereits vom Hortensienhütchen berichtet und es passt in eine derzeitige Farbkombinationsvorliebe, ich nenne es mal das Vergissmeinicht-/Hortensien-Spektrum, also blau-lila-flieder. Ich hab da zum Beispiel  seit Wochen einen blauen Stoff für einen Sommermantel nach Gertie liegen (aber das Schnittmuster noch nicht kopiert, ich bin da wie Melleni), den ich mit Schrägband und Knöpfen in hellem lila kombinieren will.

Dazu passte ebenfalls eine hellblaue, stretchige Baumwollen mit Struktur, die ich auf unserem Crew-Ausflug in Franken kaufte und am Sonntag mit einer kragenfreien Variante des McCall’s 6833 zusammenbrachte. Da ich mich vor der Kombination aus Stretch, Kellerfalten und meinem Körperbau ein wenig fürchtete, habe ich den Rockteil durch meinen Standardtellerrock ersetzt, der wiederum eigentlich vom Vogue-Kleid V1102 stammt. Die Ärmel haben im Original ebenfalls eine Falte, die ersetzte ich durch meine liebsten kurzen Ärmel (siehe hier, Knip Mai 2012). Um das präferierte Farbspektrum dann auch aufzugreifen, habe ich den Saum und die Ärmel mit fliederfarbenem Schrägband versäubert.

Foto 3Sorry, nur Handyphotos, ich brauche dringend einen neuen Akku für meine Kamera.

Foto 4

Foto 1Und noch ein work in progress-Bild, dafür aber mit Hütchen.

Ich mach mir jetzt mal einen Tee und döse eine Runde, bevor ich mir dann die anderen schönen Selbermacherinnen ansehe, die sich heute unter Mellenis wunderbaren Photos versammeln.

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