Tellerrock aus Tischdecke

Letztens habe ich den Blog Sew Weekly durchstöbert und dabei einen Beitrag der Initiatorin Mena gefunden, in dem sie aus einer runden Tischdecke einen Tellerrock gemacht hat. Das hat mir gut gefallen, fällt doch der nervigste Parte – das Säumen – dabei raus. Also habe ich mich in die digitalen Versteigerungshallen begeben und dort nach Tischdecken Ausschau gehalten. Und diese gefunden und auch bekommen:

Hier noch ein paar Detailphotos:

Wir hatten früher Gardinen aus diesem Material. Ich bin mal gespannt, wie lange ich den Rock tragen kann, ohne dass es kratzt…

Saum: fertig. Juli: in die Hände klatschend!

Nachdem ich ein wenig hin- und herüberlegt habe, habe ich mich entschieden, statt eines Gummis, wie Mena es gemacht hat, einen Bund inklusive nahtverdecktem Reißsverschluss einzunähen. Hier habe ich eine Anleitung gefunden, wie man berechnet, wie groß das “Loch” in der Mitte für die Taille sein muss. Dabei wird folgendes beschrieben:

NOW…
let’s pause for a minute. I’m not going to go into great detail about this, but there’s something called ‘bias’ with fabric. It has to do with how the weave of the fabric effects the way the fabric lays.
Cutting on the bias will make the fabric stretch. When you make a circle skirt, you’re going to wind up cutting part of it on the bias, no matter what you do, it can’t be avoided. Even with a non-stretch, woven fabric, it will stretch. Stretch fabrics will REALLY stretch when cut on the bias.
So if you’ve ever made a circle skirt, and you’ve done ALL the math right, and it still turned out a little too big, we shall blame bias.
To counteract bias, we need to make the hole smaller than we think we need it. So we will subtract 4 inches from the 40″ we are shooting for. That gives us 36″.
I know 4 inches sounds like a lot, but trust me here. You always want to shoot for smaller with a circle skirt (unlike most other things where larger is more easily fixed), because that can be fixed by cutting the hole bigger!

Ich möchte natürlich auch nicht, dass der Rock zu groß wird, ist ja klar. Nachdem ich aber so viele Sachen zu klein gemacht habe in den letzten Wochen, bin ich ein wenig, äh, sagen wir angefressen, was meine Kleidergröße betrifft. Und ich möchte ungern schon wieder etwas auftrennen, weil es mir dann doch zu eng ist. Daher bitte ich um den Rat der großen Nähbloggerinnen-Gemeinschaft: Was meint ihr? Wie würdet ihr vorgehen?

MMM

Das erste Frühjahrs-/Sommerkleid ist immer noch nicht fertig und somit nicht präsentabel, aber ich habe eine supergute Ausrede. Eigentlich wollte ich es nämlich gestern Abend beenden. Der Sportkurs vorher war dann aber leider so anstrengend, dass ich mich kaum bewegen konnte und statt dessen die meiste Zeit auf dem Sofa lag. Und davon nähen sich Ärmel ja auch nicht ein.

 

 

Zum Glück habe ich noch eine Kleinigkeit, die ich bislang nicht gezeigt habe. Durch Pinterest (hier die Quelle für die Jacke) inspiriert habe ich einige Zeit mit dem Ausschneiden und Aufnähen von Filzblumen verbracht und entstanden ist daraus diese Jacke. Ein ähnliches Exemplar gibt es auch noch in schwarz mit überwiegend gelb-orangen Blüten und wenigen weißen.

 

Die Jacke an Erika.

Die Blüten habe ich ausgeschnitten und zum Teil aufgenäht während im Ersten ein Film über Margarete Steiff lief. Und ich werde mit dieser Jacke vermutlich immer die schwäbelnde Heike Makatsch verbinden. Die ja aber in ihrer Rolle auch genäht hat; passt also ;-)

 

Mein Sommerkleid ist trotzdem bald fertig und ich kann es bestimmt nächste Woche Mittwoch anziehen. Und vielleicht ist dann sogar das Wetter passend – das wär doch was!

Dank Cat dürfen wir uns, wie jede Woche, hier versammeln. Ich hab eben schon mal gespinzt und freue mich auf eine ausführliche Runde!

Picknick-Königin

Eben war ich auf der Website eines bekannten Kaffee- und Krams-Anbieters und geriet in unendliche Entzückung ob einer gelben Kühltasche. Weil sie so hübsch ist? Nein, weil sie so viel beinhaltet: Sommer, Sonne, Park (oder sogar Wasser?), Decken, dösen, Bücher, Freundinnen und Freunde UND Essen!

Dass ich großer Essens-Fan bin, habe ich nicht nur hier anhand zahlreicher Einträge und Rezepte, sondern auch auf der Waage bewiesen (huppa). Essen in Dosen, Gläsern, Tüten und auf dem Boden genossen erfreut mein Herz aber auf ganz andere Weise. Ein Ausflug wird durch mitgenommene Lebensmittel erst zum kirschenwürdigen Ereignis und kann keinesfalls durch einen Restaurantbesuch getoppt werden. Ich glaube, das liegt in meiner Angst begründet, ich könnte zwischendurch auch nur den Hauch eines Hungergefühls entwickeln. Man stelle es sich vor. Um Gottes Willen!

Gerne erinnere ich mich an unsere Urlaubsfahrten in die Bretagne. So nach 500 Metern überkam mich (mitten in der Nacht) schlagartig ein unglaubliches Bedürfnis nach Bütterken. Mein absolutes Highlight war die große Kühlbox, die wir immer im Kofferraum hatten. Mit gekochten Eiern und Frikadellen!! Und nirgendwo schmeckt ein Ei mit Senf so lecker, wie am Kofferraum, im Stehen, auf einem Rastplatz in Frankreich – promise! Eine traurige Erinnerung gibt es aber auch: In dem einen Jahr, in dem es sogar Fruchtz*erge im Proviant gab (Ober-Ausnahme!), haben wir leider alles zu Hause vergessen. Welch eine Schande*!

Und auch schlechtes Wetter konnte mich nicht von meiner Leidenschaft entfernen: Irgendwo existiert noch ein Photo von mir (ca. 4 Jahre alt), Freundin K. und ihrem Bruder M. Zusammen sitzen wir auf meinem Schlitten im winterlichen Garten und lassen uns Butterbrote und Trinkpäckchen ♥ (heißen die noch so?) schmecken.

Freundin F. habe ich vor unserem gemeinsamen Urlaub nach der Diss-Abgabe umfangreich instruiert und ich glaube, ich konnte sie von der ständigen Erreichbarkeit von Lebensmitteln überzeugen! Es gab immer Baguette, Käse, Tomaten, Oliven und sicherheitshalber noch ein paar Kekse. Ich brauch immer noch was Süßes zum Abschluss. Auch die umfangreiche Strandversorgung hat Tradition; die Kühlbox (braun-beige, yeah 80ies!) kam nämlich immer mit ans Meer. Hach.

Ich geh jetzt mal die Kühltasche kaufen! Der Sommer wird großartig!

 

 

* Vermutlich nicht für meinen zu Hause bleibenden Bruder…

Geschafft

Drei Tage (selbst organisierter) wissenschaftlicher internationaler Konferenz liegen hinter mir und es ist immer wieder erstaunlich, was diese Tagungen anrichten. Ich fühle mich völlig absorbiert. Es hätte weiß Gott was in der Welt passieren können (und ist vermutlich furchtbarerweise auch) und ich hätte es nicht mitbekommen. Mit Abendprogramm und immer auf jeden Fall zu ersten Session da sein gab es nichts anderes als Konferenz.

Dementsprechend weiß ich nicht genau, welches Ereignis an welchem Tag stattfand, ist der Kühlschrank leer (komplett, denn die Tage vor dem Großereignis waren natürlich ausgefüllt mit Last-Minute-verdammt-Aktionen), sind meine Beine unfassbar müde (im Gegensatz zum Kopf; der hat mich um 7h geweckt. Danke) und muss ich mich jetzt erst einmal wieder im Alltag orienteren.

Dabei helfen:

1) Freundin K., die gleich zum Nähen und Quatschen kommt
2) der Geburtstag des Schwagers inklusive Vermuckelung mit den Neffenherzen und
3) mein derzeitiges Buch.

Und endlich, endlich gibt es nicht mehr den fiesen Konferenz-Filterkaffee. Ich kenne Menschen, die sind wirklich Fan davon, aber ich bekomme vom klassisch-deutschen Kaffee beim üblichen Konsum einen unruhigen Magen, so als hätte ich am gleichen Tag noch eine Prüfung. Bäh. Also, liebste Bialetti, ich bin so froh, dich gleich zu benutzen ♥

Und nächste Woche gibt es dann vielleicht auch wieder etwas Genähtes zu sehen. Ich hab ja auch noch mein zu enges Kleid anzubieten…

—-

NACHTRAG: Wenn auch Ihr Euch wundert, von welcher sozialen Realität unsere Familienministerin auszugehen scheint und Euch wundert, dass Sie in Ihrer derzeitigen Position ein solches Buch veröffentlicht (beachten Sie auch unsere Neuerscheinung von Dr. W. Schäuble: “Steuern abschaffen. Zur privaten Verantwortung mündiger Bürgerinnen und Bürger”), lege ich Euch diese Seite ans Herz:

Denn Frau Schröder ist auch nichtmeineMinisterin.

MMM: immer noch usselig…

Hier ist es immer noch kalt und es regnet und bäh! Schals, Strickjacken und Stiefelchen sind immer noch dringend notwendig.

Deswegen habe ich gestern (denn heute startet unsere Konferenz und ich muss um 8 Uhr am Tagungsort sein, was bedeutet, dass ich auf GAR KEINEN FALL morgens Photos machen kann) noch einmal den wärmenden Cord-Maxi-Rock getragen. Im Hintergrund: großartiges Reste-Chaos vom Montagsabend-Nähkränzchen mit Freundin K. Ist aber mittlerweile ein wenig besser.

Aufgrund meiner absolut großartigen Nähleistungen kann ich kein neues Kleid zeigen, das ist nämlich – wie bereits hier angekündigt – zu klein und ich muss versuchen, zu retten, was zu retten ist.

So lange gucke ich mal bei Cat, was die anderen Teilnehmerinnen so tragen! Und nächste Woche gibt es dann vielleicht auch hier etwas Neues zu sehen. Oh! Ich weiß schon was! Hab ich bislang ganz vergessen :-)

erleichtert oder beschämt?

Vor einiger Zeit, unter anderem beflügelt von Ralf und Jana, habe ich mir eine analoge Spiegelreflexkamera zugelegt. Voller Hoffnung auf die besondere Wirkung analoger Bilder verknipste ich mehrere Filme. Nach der Entwicklung sahen die meisten Photos dann so aus:

Auch hübsch, aber dann doch nicht ganz so, wie gewünscht. Zusätzlich schrottete ich Filme durch a) falsches Einlegen, b) Öffnen der Kamera vor Zurückpulen und c) versehentliches Wegwerfen der Filme. Alles sehr, sehr clever.

Meine Frustrationstoleranz war – bedingt durch die Diss (aber eigentlich auch so) – nicht besonders hoch, aber ich hatte noch ein paar Filme und habe immer wieder Bilder gemacht. Dieses Mal stur die Programm-Automatik nutzend, die die Belichtungszeit selbst wählt und eine Blende vorschlägt. Und siehe da: nicht meine Kamera ist kaputt, sondern ich kann’s einfach nicht! Ha! Und auch wenn diese Erkenntnis irgendwie beschämend ist, freue ich mich wie Bolle, dass meine Anschaffung nicht umsonst war. Und ich kann’s ja noch lernen*…

* oder ich nutze einfach für IMMER die Automatik!

The Martha Steward-Days oder das große DIY-Chaos

Hormonell bedingt befinde ich mich einmal im Monat im Nestbau. Das ist eigentlich ganz nett, denn in dieser Zeit verspüre ich einen inneren Antrieb, die Wohnung zu putzen, den Schrank auszumisten, Kuchen zu backen oder zu nähen. In den letzten Monaten der Diss-Zeit habe ich den Nestwahn jedoch medikamentös reguliert, denn neben der Vermuckelung kirschenseits gibt es auch noch andere Begleiterscheungen, die weniger angenehm sind. Und emotionale Tiefstpunkte (unter anderem) waren nicht gewünscht. Deswegen hatte mein Körper diesen Monat einiges aufzuholen und hat das auch in allen Dimensionen wahrgenommen.

Hier ein paar Impressionen:

Geschenke eingenäht

Gekocht

Gebacken

Eingemacht

Osterdeko genäht

Osterdeko geklebt…

… und besprüht (und den Hof auch *räusper*)

Kleiderschrank sortiert und dabei…

ein heilloses Chaos veranstaltet. ÜBER TAGE!

Nun gehöre ich nicht zu denjenigen, die mittels großartiger Photos glänzen können und hierüber eine tiptop-Wohnung zeigen. Trotzdem räume ich den Teil, der photographiert wird auf, schiebe Sachen nach links oder rechts, rücke Stühle gerade etc. Dabei sieht’s drum herum (gerade nach einem vollendeten Projekt) eigentlich immer aus wie Bolle.

Fee hat heute ihre missratenenen (aber wunderbar aussehenden!) Cake Pops gezeigt. Und vielleicht sollten wir alle ab und an mal genau das präsentieren, was wir sonst nur beschreiben oder aber komplett beieseite schieben. Den schiefen Kuchen, die verwelkten Blumen, die versemmelte Aktion bei der Arbeit, die neu erlernten Schimpfwörter der Kinder, die zu eng genähten Kleider (more to come!! Bald hier!). Wir sind nämlich auch unperfekt unfassbar großartig!

Habt eine schöne unperfekt-perfekte Woche!

Gewinnerin = ich!

Letztens habe ich tatsächlich was gewonnen! Ich erwähnte es bereits, hier aber noch einmal ausführlich. Ist Euch eigentlich mal aufgefallen, dass alle Menschen von sich behaupten, nie etwas zu gewinnen. Ich wollte das nämlich gerade auch schreiben, aber es ist volle Elle gelogen. Ich hab beispielsweise schon mal bei Mona gewonnen. Und bei Fee. Hö. Ich hab aber noch nie einen signifikanten Geldbetrag gewonnen. Ihr so?

Wo war ich? Gewinnen. Ich. Hab ich nämlich schon wieder und zwar bei me.anna! Ein wunderbares Armband. Ich muss allerdings gestehen, dass ich die Alternativvariante (F*uck) auch lustig gefunden hätte. Und ich hätte sie heute schon mehrfach einsetzen können. Hach, das wär’s doch! Einfach mal den Arm heben und mit dem Finger auf’s Schmuckstück zeigen :-)

So warte ich nun auf Menschen, die mein <3 berühren. Und die bekommen es dann zu sehen, mein neues Armband. (Hihi, man beachte die adipösen Unterarme…)

Und dazu gab’s auch noch Begleit-Geschenke! Danke, Internet! Danke, M!

MMM, winterlich

Hier ist es immer noch ziemlich frisch. Und ja, ich genieße die Sonne, aber ich freue mich auch, dass ich noch ein paar mal meine Winterkleider anziehen kann. Von denen habe ich nämlich einige. Und heute ist es noch einmal das bereits hundertfach gezeigte Vogue-Kleid aus Wolle. Aber das ist auch einfach muckelig. Und bequem. Nach ein paar Tagen mit Osterschlemmereien fühle ich mich nämlich wie ein kleines vollgestopftes Schaf und sehne mich nach Obst und Gemüse.

Neue Kleider sind in Planung! Und dann kann der Frühling auch in dieser Beziehung voll durchstarten! Ob bei den anderen schon die leichten Stoffe dominieren? Cat versammelt uns wie jeden Mittwoch auf Ihrem Blog. Merci!

Frohe Ostern!

Frohe Ostern, Ihr Lieben! Ich hoffe, Ihr habt bzw. hattet schöne Tage! Ich habe sie sehr genossen und bin gleich noch eingeladen, deswegen ganz fix mein neuer Rock. Nachdem ich Tellerröcke schon in so vielen Blogs bewundert habe, habe ich Freitag kurz entschlossen auch einen zugeschnitten. Dazu habe ich das vordere Rock-Schnittteil des Vogue-Kleids genutzt und viermal zugeschnitten. Dazu ein Bund, ein nahtverdeckter Reißverschluss und ca. 34m Schrägband für den Saum (okay, das ist Quatsch, aber fast 6…). Und schwups… Naja. Fast. Um Stoff zu sparen, habe ich den Rock etwas arg knapp zugeschnitten, so dass ich noch einmal auftrennen (inklusive Reißverschluss!) musste. Das würde ich dann beim nächsten Mal lassen.

Ich finde den Rock sehr schön, allerdings ist er doch eher was für Stehparties als für Nachmittage mit viel Essen. Und ich denke, daran wird auch ein großzügigerer Zuschnitt wenig ändern, denn es ist eher der hohe Bund, der mir im Sitzen auf Dauer Probleme bereitet. Trotzdem werde ich noch einen nähen!

Habt noch einen schönen Ostermontag! Liebe Grüße!

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