[liebefreundinnen 29. August 2015]

Salut Ihr Lieben,

da ich unverhofft Zeit (und Lust!) zum Photographieren hatte, kann ich Euch schnell ein Kleid zeigen, das ich schon seit ein paar Monaten besitze und sogar schon auf Lottis Party trug. Und auf Saskias, für deren Fest nähte ich es nämlich damals.

Eigentlich habe ich den Stoff aber gar nicht für ein Kleid verwenden wollen, sondern er war als Tapeten-Ersatz im Wohnzimmer gedacht. Es blieb aber dankenswerterweise ein Stückchen übrig und der Rapport und die geringe Stoffmenge schrien nach dem Paspelkleid. Also zumindest wenn man ich ist, füge ich einschränkend hinzu.

Hier also: Kirsche als Chamäleon.

Der Stoff ist von dawanda und war über der üblichen Preisstufe, allerdings immer noch deutlich billiger als ähnliche Tapeten (nicht vergessen: das Kleid ist nur Resteverwertung) und auch leichter an die Wand zu bringen als Tapete. Hierzu die erneute Einschränkung: zumindest wenn man ich ist.

Und noch einmal vor einer weißen Wand, so ist es ja doch ziemlich arg:

 

Ich weiß, ich weiß, so viele Paspelkleider. Aber der Schnitt ist für mich echt ne Bank. Und demnächst dann was anderes! Echt!

Bisou, Juli

12 von 12 im August (echt jetzt? Schon?)

Schon lange nicht mehr verbloggt, hier kommen meine Beiträge zu 12 von 12, einer Photo-Gemeinschaftsaktion, die Caro organisiert.

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Guten Morgen! Um kurz nach sechs geht es aus dem Bett. Wenn ich nicht wüsste, dass die Bialetti schon vorbereitet auf dem Herd steht, würde ich niemals aufstehen.

 

IMG_6797Im Büro. Seit Monaten sitze ich an diesem verf*** Drecksartikel. Jetzt eine allerletzte Korrekturschleife, bevor ich es den Gutachterinnen und Gutachtern in den Rachen werfe, drei Monate auf ihre Rückmeldung warte und dann alles noch mal neu schreibe. Es wird so schön werden.

 

 

IMG_6800Als die Dokumente ins author centre des Journals hochgeladen sind, freu ich mich dennoch ein bisschen. Das war wirklich viel Arbeit.

 

IMG_6802Leider hat auch alles sehr viel länger gedauert als geplant. Das nächste Buchkapitel drängelt schon. Deadline: Ende August. Weil das Schreiben so langweilig ist, photographiere ich einfach einen meiner liebsten Röcke, gemacht aus einer alten Tischdecke.

 

IMG_6806 Um kurz nach sechs verlasse ich das Büro und gehe zum Bahnhof.

 

IMG_6808Zugfahren wird durch Strickprojekte etwas erträglicher. Im Moment allerdings wirklich nur etwas, ich langweile mich derzeit ziemlich während der Pendelei. Hat jemand eine gute Hörbuch-/Hörspiel-Empfehlung?

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Schon im Zug glaube ich, zu verhungern. Akut. Deswegen gibt es zum Abendessen Pommes vom Bahnhof. Immerhin habe ich sie auf einen Teller geschüttet – mehr war echt nicht drin. Mittlerweile ist es kurz nach acht.

IMG_6812Nach dem Essen telefoniere ich eine halbe Stunde.  Auf die Frage, was ich den restlichen Abend noch vorhabe, fällt mir seufzend etwas ein. Ich muss noch arbeiten. Argh. Immerhin mit Aussicht auf den Balkon.

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Knapp anderthalb Stunden später verschicke ich das Dokument. Kurz bevor der Akku plattmacht. Ein Leben am Limit.

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Jetzt noch ein bisschen Haushalt, Spaßsachen anzufangen lohnt sich jetzt eh nicht mehr.

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Damit ich auch am Donnerstag aus dem Bett falle, fülle ich die Bialetti schon mal. 5 Tassen Mokka machen mich zu einem halbwegs aktiven Menschen. Verlässlich, Tag für Tag. Die Investition meines Lebens.

IMG_6820Um kurz vor elf geht es schon Richtung Bett. Aus Gründen. Die Bialetti reißt zwar viel raus, aber sie ist ja auch nur ein Mensch eine Kaffeemaschine.

Freitags-Notizen

Ich soll eine Buchrezension fertig schreiben, die mir nicht schmeckt, außerdem habe ich noch Abschlussarbeiten zu korrigieren und fahre gleich ins Rheinland – habe also wirklich keine Zeit! Da könnte man doch mal bloggen, oder?

Derzeit sind sehr viele Menschen in meinem Umfeld schwanger, deswegen lege ich eine Reihe NfA (Nähen für andere) ein. Ich wollte Euch eigentlich ja einen der Stoffe zeigen, aber vermutlich liest mindestens eines der Frolleins mit… Guck weg, Liebes, okay?

IMG_6720  Ist der nicht niedlich? Der Stoff mit den Blütenranken im Hintergrund ist übrigens für mich.

 

IMG_6718Und ein schon ein erledigter Auftrag: Das Nichtenkind hat sich einen Drehrock gewünscht, in türkis (Lieblingsfarbe).

Ich habe offensichtlich mein Gedächtnis ausgelagert. In den Photo-Ordner meines i*Phones. Eben durchsuchte ich die letzten Aufnahmen und fand dieses Photo. Offensichtlich wollte ich mir damit etwas sagen und dank eines weiteren Photos mit dem entsprechenden Buchkapitel weiß ich auch wieder, was. Herrje.

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Ich habe zugegebenermaßen eine etwas romantisierte Vorstellung vom “Duft des Sommers” – Sonnenmilch, Lavendel, von Sonne beschienenes Holz, Grillfeuer, dieser spezifische Geruch abendlicher Straßenszenen. Die Realität holte mich eben jedoch etwas unsanft auf den Boden. Mein Sommergeruch 2015 (und auch mindestens 2014): Apfelessig. Aus dem baue ich nämlich meine Fruchtfliegenfallen.

Ich habe in der letzten Zeit ziemlich regelmäßig Stoff gekauft, allerdings vor allem bei e**y, d*w*nda oder sonst irgendwo. Teurere Stoffe, zugegebenermaßen. Einen zeigte ich schon bei liebefreundinnen und frifris hat ihn auch, sehr cool. Hier die neuesten Zugänge:

IMG_6724Ein Gardinenstoff, den ich in seiner Qualität leider völlig falsch eingeschätzt habe. Ich weiß noch nicht, ob ich daraus tatsächlich ein Kleidungsstück nähen kann, aber wenn, dann stelle ich mir einen Faltenrock vor, wie Dodo ihn für ihren letzten Stoffwechsel gewählt hat. Ich habe ihn bei unserem letzten Nähkränzchen anprobiert und plane diese Modell für meine Herbs-/Wintergarderobe fest ein.

 

IMG_6723 Eine Art Trachtenstoff, hier habe ich mich mit der Farbzusammensetzung vertan. Ich dachte, das Dunkle wäre blau, es ist aber schwarz. Irgendwie ändert diese Kleinigkeit das gesamte Verwertungskonzept. Naja, mal sehen. Vermutlich wird es dennoch ein Butterick 5951, inspiriert durch ein Outfit der Fernsehkommissarin Sophie Haas. Leider finde ich gerade kein Bild.

 

IMG_6725Ein fester Baumwollstoff. Hier habe ich mich gar nicht vertan, ein Wunder. Leider ist es nur ein kleines Stück, ich werde vermutlich einen einfachen Rock nähen und den zur Spießigkeitsabwehr mit Ringelshirts kombinieren.

Soweit die nächsten Pläne. Das bereits zugeschnittene Sultry Sheath Dress ist allerdings immer noch nicht fertig, insofern könnte es noch was dauern. Die übernächsten Pläne – Herbst/Winter – umfassen übrigens nicht nur den bereits gezeigten Faltenrock in hellblau (klassische Herbstfarbe, woll?), sondern auch eine Culotte. Ja, ja, ich weiß, voll 2014. Ich bin ein bisschen spät dran, aber ich freue mich dennoch auf die bestellten Schnittmuster, die aus den USA anreisen. Und als ich gerade für eine Freundin ein Photo aus der Vintage-Burda suchte, fiel mir noch auf, dass ich doch dringend den Jumper Mary für die kältere Jahreszeit benötige, den Dodo schon mal hier zeigte.

Warum kann ich die Rezension nicht so schnell schreiben, wie diesen Text? Damn. Go, Kirsche, go.

[liebefreundinnen 1. August 2015]

Diese Posting wurde bereits bei liebefreundinnen veröffentlicht.

Ihr Lieben,

ich schicke die besten Grüße aus… Berlin! Ich bin hier und hab’s keinem verraten, shame on me. Es ist und bleibt aber eine Ausnahme, ich schwöre. Ein Teilgrund meines Besuchs ist ein Konzertbesuch, ich bin mit Freunden bei Björk. Menschen in meinem Umfeld reagieren sehr unterschiedlich auf diese Ankündigung, entweder sehr positiv oder völlig ablehnend. Wie ist das mit Euch? Pro oder contra?

Das Semster ist endlich vorbei – hip hip hurra! Ich unterrichte wirklich von Herzen gerne und wir haben in den Seminaren viel Spaß. Aber die Lehrveranstaltungen und ihre Organisation strukturieren meine Woche so, dass ich zu den anderen Dingen – vor allem zum Schreiben – kaum komme. Nachdem wir in den letzten 14 Tagen noch mit Klausurkorrekturen und Nachprüfungen beschäftigt waren, habe ich diese Woche endlich zwei Sachen beendet. Wenn ich mit vollem Dampf aus dem Semester komme, geht alles doppelt so schnell. Aber wehe, der Schlendrian setzt ein. Dann werde ich zur Prokrastinations-Weltmeisterin… :)

Genäht habe ich in den letzten Wochen auch regelmäßig, einmal mit Dodo und Luise bei einem nordischen Nähkränzchen (neue Tradition: Luise bringt Butterkuchen mit. Ich befürworte das.), aber auch relaitiv regelmäßig alleine.

Schon in den USA habe ich den Bleifstiftrock aus Gertie Hirschs erstem Buch genäht. Dazu verwendete ich einen dunkelroten Wollstoff, der wirklich teuer war und eine unfassbar schöne Qualität hat – hier zeigt ich ihn. Nun sind die Gertie-Schnitte ja wirklich an vielen Stellen zu kritisieren. Die Schnittteile passen häufig nicht zueinander, die Größen sind undurchschaubar, die Anleitungen für Anfängerinnen kaum nachvollziehbar. Und die Photos, die sind schon ziemlich bescheuert. Selbst ich will da gerne as Bügeleisen rausholen und ich bin hier die Schlampe in der Runde.

Was aber ganz nett ist – und meiner Faulheit gut in den Kram passt – ist das modulare System, nach dem bestimmte Schnitte funktionieren. So ist der Bleistiftrock gleichzeitig das Rockteil für das Sultry Sheath Dress sowie (in Teilen) für das Tiki Dress. Beide habe ich jetzt (mehrfach) genäht, von beiden bin ich sehr begeistert. Ich werde demnächst mal eine komplette Modenschau dazu machen, aber im Moment fehlt mir dazu die Zeit. Damit Ihr wisst, dass ich a) noch lebe und b) noch nähe, gibt es eine Sneak Peek.

Fertige Version aus blauem Piqué (leider hat der Ausschnitt das Waschen nicht so gut überstanden)

 

 

Schon zugeschnitten, aber noch nicht genäht: ein fester senfgelber Baumwollstoff mit großen Blumen. Teuer, aber hat mir gut gefallen.

 

 

 

Mittlerweile fertige Version aus grauem Romanit. Den Reißverschlss hätte ich mir sparen können und auch sonst finde ich diese Variante weniger überzeugend als die blaue. Schade. Aber ich glaube, es könnte ein gutes Büro-Anlass-Kleid werden.

So, meine Lieben. Ich mach mich mal auf den Weg! Bisous!

[liebefreundinnen 5. Juli 2015]

Diese Posting wurde bereits bei liebefreundinnen veröffentlicht.

Ihr Lieben,

ich nähe derzeit nicht gerade viel, aber ein paar Sachen habe ich dennoch gemacht und noch nicht gezeigt, das mache ich dann mal nach und nach.

Die letzte Woche war richtig bescheiden, ich bin froh, dass sie vorbei ist, auch wenn ich noch das halbe Wochenende gearbeitet habe und mir gerade kein bisschen vorstellen kann, morgen wieder in die Pampa zu reisen. Das schöne Wetter habe ich demnach vor allem aus einem Sitzungssaal-Fenster heraus betrachtet. Da aber die Klimaanlage mit der Hitze nicht zurecht kam und ausfiel, war ich am Samstag extrem froh um meinen neuen luftigen Rock.

Ich habe erneut dieses Schnittmuster verwendet, dieses Mal aber aus lauter Furcht vor einem zu engen Bund viel, viel zu weit zugeschnitten.

Den Stoff habe ich mit Wiebkes Tochter M. am Maybachufer gekauft. Er knistert und lässt sich nicht bügeln, ohne Spuren zu hinterlassen, ist aber sehr angenehm zu tragen. Er fällt schön, fast wie Georgette, ich bin mir allerdings nicht sicher. Ich werde ihn mal rumzeigen, und fragen, was die anderen so meinen.

Der Bund ist wirklich zu weit, aber zum Glück habe ich ketzte Woche endlich mal diesen Gürtel gemacht, alle Zutaten dafür habe ich von Ninas Nähkontor. Zusammen mit dem Gürtel finde ich den Rock richtig toll und bin froh, dass ich ihn zu weit genäht habe, sehr bequem.

Ich tu mir jetzt mal die Griechenland-Berichterstattung an. Mal sehen, wie lange ich durchhalte.

Beste Grüße,

Juli

[liebefreundinnen 20.06.2015]

Dieses Posting wurde bereits bei liebefreundinnen veröffentlicht.

 

Guten Morgen, liebe Freundinnen,

once upon a time….

… saßen wir in Wiebkes wunderbarer Wohnung um einen großen Tisch versammelt und nähten in einer schönen Runde. Als es auf das (leidige) Thema stricken kam, duckte ich mich schon mal hinter meiner Nähmaschine, aber keine Chance: natürlich wurde sich wieder einmal (lachend) empört, dass ich es nicht kann. Und zwar so gar nicht. Deswegen wurde in der Gruppe ausgemacht (ich erinnere mich nicht, ob ich da irgendwie mitreden durfte, vermute aber dass nicht), dass man mir zum nächsten Termin Strickzeug mitbrächte und es mir erklärte. So schwer sei das ja nun nicht. (also known as: so doof kannst du dich doch gar nicht anstellen!! ODER?!)

Beim nächsten Termin – es war das Wochenende des Champion’s League-Finales Dortmund gegen Bayern – brachte Cat Nadeln und Wolle mit. Zwei, drei Reihen hatte sie schon gestrickt und weihte mich in die Geheimnisse linker und rechter Maschen ein. “Es ist wie in der Politik. Rechts vom Herzen weg, links zum Herzen hin”, so erklärte sie mir, wie Faden und Nadel sich zueinander und meinem Körper verhalten.

Mein Körpr verhielt sich indes insgesamt betrachtet eher verkrampft. Schwitzige Hände, rutschige Nadeln, hochgezogene Schultern, ein Fest. Siehe Beweisbild.

Ich meine, ich habe es nicht mal geschafft, eine Reihe zu Ende zu stricken. Und dann hat der BVB auch noch verloren…

Bis zum nächsten Projekt dauerte es dann ein Weilchen. Mittlerweile hatte Dodo mich unter ihre Strick-Fittiche genommen. In ihrem Strickkränzchen (<3!) durfte ich mit meinem Kraus-Rechts-Tuch-Versuch auflaufen und wurde dennoch gelobt. Ich kämpfte und murkste und Teile meiner Pendelleute (denn ich strickte natürlich auch tapfer im Zug) fragten immer wieder fasziniert, ob ich gerade an einem Putztuch arbeite.

Nachdem ich dieses Tuch beendet hatte (und wir alle sehen, wie unendlich unregelmäßig es geworden ist…), war das Strickkränzchen vollkommen zurecht leicht bis fortgeschritten irritiert, als ich stolz die zukünftige Arbeit vorstellte – das Shetland Triangle. Kann sie das denn? Sie wusste es auch nicht so genau, aber dank Dodo ging es zumindest mal los.

Die Wolle hatte ich mit Cats Hilfe bestellt, wunderschöne Vorlagen gab es en masse (z.B. hier, hier, hier, hier), was sollte jetzt noch schiefgehen?

Kurz vor meiner Abreise in die USA fing ich also an, ribbelte auf, fing wieder an usw. Anfangs habe ich in jeder Reihe die Maschen gezählt, weil ich einfach nicht kapierte, wie ich eine Verschiebung des Musters beheben sollte. Lektionen in Demut.

Auf jedem Flug, auf langen Autofahrten durch drei Bundesstaaten, an Wochenenden in den Bergen, überall hin begleitete mich dieses Tuch, auch wenn ich sonst im Alltag kaum strickte. Es war eindeutig eine Reiseprojekt. Aber reisen tat ich scheinbar viel: Es wurde größer und größer. Ich kapierte endlich das Muster und konnte stricken, ohne dass mir danach vor Verkrampfung ein Arm abfiel. In Deutschland angekommen, blieb das Tuch ein paar Wochen liegen. Ich war mir unsicher, wie ich es abschließen sollte, der große Elan war weg, ich dachte, dass der Sommer komme und sich so ein Tuch gerade nicht lohnen würde (harhar).

 

Padaa! Jetzt endlich ist das Ding  fertig und ich freue mich jeden Tag, es zu tragen. Und das nächste ist schon auf den Nadeln, dieses Mal in rot. Ich danke allen, die mich (mal Zuckerbrot, mal Peitsche) unterstützt haben. Hat sich doch gelohnt, das mit dem Stricken. Ja, ja, ihr hattet ja Recht…

[liebefreundinnen] 17.05.2015

Dieses Posting wurde schon bei liebefreundinnen veröffentlicht.

Ihr Lieben,

nachdem gestern schon meine Mutter anmerkte, dass ich hier aber schon lange nicht mehr gebloggt habe (huhu!), melde ich mich jetzt endlich noch mal. Das ist schon mein zweites Wochenende in Folge in Bremen (und ein drittes folgt noch!) und ich finde es ganz herrlich. Das Nähen ist irgendwie dennoch ein wenig auf der Strecke geblieben, aber dafür war ich noch mal in der Bibliothek, auf dem Markt und hab meinen Lieblingskneipen einen Besuch abgestattet. Das ist ja auch wichtig.

Letzten Sonntag habe ich aber noch mal an der Maschine gesessen und ein neues Schnittmuster ausprobiert (what?!). Ich hatte mir in den USA ein 40er-Rockschnitt gekauft, der zugegebenermaßen an Subkomplexität kaum zu überbieten ist, aber das wusste ich da noch nicht. 2 Rockteile plus Bund, ohne Abnäher. Äh ja. Das hätte ich vielleicht auch noch ohne SM hinbekommen.

Als Stoff habe ich eine alte Bettwäsche vom Flohmarkt gewählt, die ich mit Textilfarbe gefärbt habe, ursprünglich war die Baumwolle hellgelb.

Der Rock ist am Bund ein wenig eng, aber ich würde ihn jeden Tag tragen, wäre das nicht ein bisschen auffällig. Definitiv brauch ich mehr. Aber wem sag ich das?

Liebste Grüße!

Juli

P.S.: Von der Petticoat-Combo zur Jeansjacken-Gang!

Me Made Mittwoch am 6. Mai 2015

Unfassbarerweise habe ich auf diesem Blog seit über einem Monat nichts mehr veröffentlicht. Noch unfassbarer, weil ich in der letzten Zeit einige Teile genäht habe, die ich gerne und häufig trage. Aber gut, irgendwann reiche ich nach, die Blogunlust wird schon wieder weichen. Hauptsache, es kommt nie zu einer so langen Nähsperre, was für ein schrecklicher Gedanke.

Bevor ich aus den USA zurückkam, war mein Chef erneut projektbedingt in Tansania und hat mir – guter Mann! – Stoff mitgebracht. Wie schon im letzten Jahr handelt es sich um einen Kitenge aus Nigeria in den Farben blau, weiß, rot, orange und schwarz. Zunächst dachte ich – wahnsinnig kreativ, wie ich nun mal bin – an ein weiteres Paspelkleid, aber beim Besuch des lokalen Stoffhandels fiel mir dieses Schnittmuster ins Auge und es erschien mir die perfekte Ergänzung für den eher wilden Stoff.

 

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Der Schnitt Butterick 6168 stammt aus der Lisette-Kollektion. Mir hat insbesondere das Design des Ausschnitts gut gefallen, das dann auch zum Spontankauf geführt hat.

 

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Das Kleid habe ich in der Größe 10 zugeschnitten. Mit dem Nähen ging es fix, die Anpassung des Ausschnitts ist ein bisschen frickelig, insbesondere wenn man Sorge hat, er können im Resultat zu eng sitzen. Beim nächsten Mal werde ich hier etwas mutiger vorgehen. Derweil trage ich das Kleid bei der Arbeit mit Unterkleid bzw. werde den Ausschnitt noch mit ein paar Handstichen entschärfen.

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Fazit: ich mag den Schnitt, er ist schnell und ohne viel Denkarbeit zu nähen. Ich werde ihn mal in einer weniger wild gemusterten Variante machen, dann kommen die Details wie die Brustfalten und der Bund vermutlich besser zur Geltung.

 

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Mit dem Kleid nehme ich am wunderbaren Me Made Mittwoch teil, heute mit Gastbloggerin Marlene im schönen Bleuet Dress.

 

Me Made Mittwoch am 1. April 2015

Wenn man relativ spät in den USA ins Bett geht (und an der Ostküste lebt), kann man prima morgens beim MMM mitmachen. Und das mache ich heute das letzte Mal von der anderen Seite des Atlantiks, am Freitag reise ich nämlich ab.

Und um das ordentlich zu feiern, warte ich ein letztes Mal mit unscharfen Toiletten-Spiegel-Bildern auf und – ist ja Ehrensache – einem neuen Kleid.

Den Stoff habe ich hier bei Jo-Ann gekauft, einer nationalen Kette mit viel Auswahl und tollen Preisen bei Baumwollstoffen. Ich habe mich direkt in die hellrote Grundfarbe und schwarz-weißen Blümchen verliebt, da gab es kein Zögern bei der Auswahl. Ebenfalls schnell klar war, dass ich daraus ein Hemdblusenkleid nähen wollen würde. Den Schnitt habe ich schon zweimal gezeigt, beide Male mit einem Flanellkleid, hier und hier. Der Original-40er-Schnitt lässt sich unglaublich schnell nähen und die faule Variante mit Fake-Knopfleiste, geschlossenem Rockteil und Reißverschluss finde ich sehr entspannt.

 IMG_5512 Nackte Beine in North Carolina. Heute waren es 23 Grad.

IMG_5513Im Gegensatz zur sonstigen Präferenz ein schmales Rockteil.Und eine Nahttasche an der Nicht-RV-Seite, hab ich mir bei Dodo abgeguckt.

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Mit Entzücken festgestellt, dass das Kleid farblich zu den Klotüren passt.

IMG_5515Noch eine Detailaufnahme vom Oberteil. Die Kragenform mag ich wirklich gerne.

Und nun begebe ich mich zum wunderbaren MMM-Blog, heute mit einem Beitrag von Karin im chicen Gillian Wrap Dress (und mit schönen Stiefeln!).

Post-Konferenz-Kater

Meine letzte Woche in North Carolina ist angebrochen, an Karfreitag verlasse ich die USA und mein großes Abenteuer endet. Bevor es soweit ist, war ich aber noch knapp Woche lang auf einer Konferenz in New Orleans.

Wir sind mit dem Auto von North Carolina nach Louisiana gefahren, Dienstag Abend um 21 Uhr ging es los, Samstag Mittag gegen 12 Uhr zurück. 14 Stunden Autofahrt, jeweils mit Übernachtung, einmal im ranzigen Motel, einmal bei einer Freundin meiner Kollegin. Die Autofahrt, die intensiven Konferenztage, ich bin komplett aus jeglicher Struktur gerissen, und so richtig lohnt es sich wohl auch nicht mehr, sie zu finden.

Ich mag diese Transitionsphasen nicht, nicht vor “richtigen” Umzügen, vor diesem kleinen auch nicht. Ich sortiere schon halb meine Kleidung, wasche und die Nähmaschine ist eben vermutlich zum letzten Mal zum Einsatz gekommen.

Ich kann zwischendurch kleine Tränen nicht verkneifen, auch wenn ich mich sehr, sehr auf meine Rückkehr freue.

IMG_5503Eines meiner neuen Kleider aus der Januar-Burda ist dieses, der Vintage-Schnitt. Ich hab ganz schön geflucht, der Ausschnitt war viel zu groß, auch wenn ich das Ergebnis gerne mag. Bevor ich es ein weiteres Mal nähe, muss ich da noch mal ran.

Ich gucke jetzt John Oliver. Falls ihr den noch nicht kennt: große Empfehlung!

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